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Leichte Gewinndelle bei SFS

Eine deutliche Steigerung des Geschäftsgangs im zweiten Halbjahr hat den Rheintaler Technologiekonzern SFS vor Umsatz- und Ertragseinbruch bewahrt. Das Ergebnis ist solide.
Stefan Borkert
Mit der guten Auftragslage und einer Wochenarbeitszeit von 44 Stunden konnte die SFS einen Teil der Währungsverluste auffangen. (Bild: pd)

Mit der guten Auftragslage und einer Wochenarbeitszeit von 44 Stunden konnte die SFS einen Teil der Währungsverluste auffangen. (Bild: pd)

ZÜRICH. Es ist noch nicht einmal ein blaues Auge, mit dem die Rheintaler SFS Group über den Frankenschock hinweggekommen ist. Gründe dafür sind sofort eingeleitete und umgesetzte Gegenmassnahmen sowie Grundsteine für internationales Wachstum, die bereits 2014 und davor gelegt worden sind. Verwaltungsratspräsident Heinrich Spoerry sagte gestern bei der Präsentation des Jahresergebnisses in Zürich, dass die Massnahmen in der Schweiz möglicherweise Mitte Jahr gelockert oder gar zurückgenommen werden.

Turnaround im Sommer

Gemeint ist damit unter anderem die 44-Stunden-Woche, der Einstellungsstop und die Kürzung des Lohnanspruchs der Konzernleitung um 10%. Bereits im Sommer letzten Jahres ist die Kürzung der Ferien wieder aufgehoben worden. Es war auch der Sommer 2015, der der SFS den Turnaround bescherte. Zuvor hatte die Aufhebung des Euromindestkurses den Umsatz stark belastet. Mit einem Rückgang von 71 Mio. Fr. habe gerechnet werden müssen. Am Schluss seien es 47,5 Mio. Franken geworden, erklärte Finanzchef Rolf Frei. Effizienz, Produktivität und Automation hätten dieses Ergebnis ermöglicht. Wobei Spoerry auch die Mitarbeiter in der Schweiz ausdrücklich lobt. Nur vier hätten wegen der Massnahmen den Betrieb verlassen. Arbeit, die von der Schweiz etwa nach Tschechien verlagert wurde, hatte keine Entlassungen zur Folge. Die Betroffenen hätten umgeschult und weiter im Konzern beschäftigt werden können.

Neuer Konzernchef

Ab dem zweiten Semester ist der Geschäftsgang wieder in Fahrt gekommen. Der Umsatz ist am Ende des Jahres mit 1,38 Mrd. Fr. nur um 0,5% zurückgegangen. Der Reingewinn sank lediglich um 4,7% auf 105 Mio. Franken. «Eine Gewinndelle», kommentiert Finanzchef Frei.

Seit Januar führt Jens Breu die Geschäfte des Konzerns. Er rechnet wieder mit einem Wachstum von 2% bis 4% im laufenden Jahr. Mittelfristig solle SFS wieder ein durchschnittliches Wachstum von 5% generieren. Wachstum sei besonders im Bereich Automotive, Luftfahrt und Medizintechnik möglich. Ausserdem wolle man die Erschliessung des nordamerikanischen Marktes, hier vor allem der Automobilindustrie, und des asiatischen Marktes vorantreiben. Die Voraussetzungen dafür seien gut. «Durch Infrastrukturerweiterungen bei Indo Schöttle in Indien und Sunil SFS Intec in China ist die Basis für die Realisierung von weiteren Wachstumsprojekten geschaffen worden», sagt Breu.

Standort Schweiz bleibt

Ausdrücklich hat sich Spoerry, der bis Ende 2015 auch als Konzernchef die Geschäfte führte, zum Standort Schweiz bekannt. Allerdings konzentriere man sich in der Schweiz auf Hochtechnologie, auf kapitalintensive Bereiche, und verlagere einfachere Arbeiten an günstigere Standorte im Ausland.

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