Leichte Abkühlung im Thurgau

Im Kanton Thurgau wurde auch 2013 eifrig gebaut. Jedoch haben die Bauausgaben nicht mehr ganz den Rekordstand des Vorjahres erreicht.

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Weniger in den Wohnbau investiert, aber das Niveau bleibt hoch. (Bild: ky/Alessandro Della Bella)

Weniger in den Wohnbau investiert, aber das Niveau bleibt hoch. (Bild: ky/Alessandro Della Bella)

FRAUENFELD. Die für den Bau aufgewendeten Gelder sind im Jahr 2013 im Thurgau leicht geschrumpft. Grund sind die schwächeren Investitionen in den Wohnbau. Das stellen die «Statistischen Mitteilungen Bau- und Wohnbaustatistik 2013» fest. Der Bericht hebt hervor, dass der Rückgang der Bauinvestitionen vollumfänglich auf die verhaltenere Neubautätigkeit zurückzuführen sei. So erreichte das Neubauvolumen 2013 rund 1,3 Mrd. Franken. Damit liegt es 1,2% unter dem Vorjahreswert. Zugleich verharrten Umbauten und Abbrüche, welche 28% des gesamten Bauvolumens ausmachen, auf Vorjahresniveau.

Schub für Frauenfeld

Die Statistik bricht die Entwicklung auch auf die zehn Gemeinden mit den höchsten Bauinvestitionen herunter. In den Top drei präsentiert sich die Lage wie folgt:

• Frauenfeld: Im Jahr 2013 hat Frauenfeld Kreuzlingen als die Gemeinde mit den höchsten Bauinvestitionen abgelöst. Im Kantonshauptort wurden im vergangenen Jahr Bauinvestitionen von 240 Mio. Fr. getätigt, was einer Zunahme von mehr als 50% gegenüber 2012 entspricht. Angetrieben wurde diese Entwicklung laut Bericht vorab durch die Zunahme im industriell-gewerblichen Bau, welcher sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt habe.

• Kreuzlingen: In Kreuzlingen wurde mit 136 Mio. Fr. gut 20% weniger als im Vorjahr investiert. Ins Gewicht fiel dabei besonders der Rückgang beim Wohnungsbau und den Bauinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur.

• Weinfelden: In der Gemeinde Weinfelden, wo mit 100 Mio. Fr. am drittmeisten Bauinvestitionen getätigt wurden, flossen gleich viele Mittel in Bauprojekte wie im Vorjahr. Der Rückgang von Bauinvestitionen durch private Anleger wurde vollständig durch Mehrinvestitionen der öffentlichen Hand kompensiert.

Jahrelang vom Anstieg geprägt

Seit 2001 hatten die Bauausgaben im Kanton Thurgau stetig zugenommen. 2013 setzte sich dieser Trend erstmals nicht weiter fort, stellen die Statistiker fest. Insgesamt erreichten die Thurgauer Bauausgaben im vergangenen Jahr 1,9 Mrd. Franken. Sie verfehlten damit den Rekordwert von 2012 knapp (–0,7%).

Trotz des leichten Rückgangs des Investitionsvolumens bewegten sich die Bauausgaben im langfristigen Vergleich auf hohem Niveau. 2082 neue Wohnungen wurden im Kanton Thurgau im Jahr 2013 fertiggestellt. Dies sind knapp 30 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Die neuen Wohnungen verteilten sich auf insgesamt 750 Wohngebäude, zwei Drittel davon waren Einfamilienhäuser. (T.F.)