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LafargeHolcim verlegt Hauptsitz nach Zug

Der Zementhersteller schliesst seine Büros in Zürich und Paris und baut damit 200 Stellen ab. Die verbleibenden Stellen in der Schweiz werden unter anderem nach Zug verlegt.
Maurizio Minetti und Livio Brandenberg
Der Zementkonzern LafargeHolcim streicht die Standorte in Zürich und Paris. (Bild: Patrick B. Kraemer/Keystone)

Der Zementkonzern LafargeHolcim streicht die Standorte in Zürich und Paris. (Bild: Patrick B. Kraemer/Keystone)

Der schweizerisch-französische Konzern LafargeHolcim hat am Freitag mitgeteilt, dass die Büro-Standorte in Zürich und Paris geschlossen werden sollen. Damit will der Zementkonzern seine Konzernstruktur vereinfachen. Mit der Schliessung werden insgesamt 200 Stellen von rund 1000 Stellen für die übergeordneten Konzernfunktionen abgebaut. Die verbleibenden Stellen in der Schweiz werden ins aargauische Holderbank sowie nach Zug verlegt. «Zug wird Hauptsitz des Konzerns, an dem auch CEO Jan Jenisch sein Büro haben wird», bestätigt ein Firmensprecher auf Anfrage unserer Zeitung.

In Holderbank hat der Schweizer Teil des Konzerns Holcim seine Wurzeln. Die Verlegung der Jobs soll bis Ende Jahr abgeschlossen sein. Juristischer Sitz bleibt Jona bei Rapperswil (SG).

«LafargeHolcim-CEO Jan Jenisch kennt den Kanton Zug sehr gut.»

Wie viele Stellen in Zug geschaffen werden sollen, sei noch nicht klar, sagt der Firmensprecher: «Wir stehen noch am Anfang des Prozesses, zunächst führen wir einen Dialog mit den Sozialpartnern in der Schweiz und in Frankreich», so der Sprecher.

LafargeHolcim hatte bislang keine Konzernfunktionen in Zug, wie der Sprecher weiter ausführt. Wo genau der neue Standort entstehen soll, sagt das Unternehmen nicht. Informationen unserer Zeitung zufolge dürfte am Standort Grafenau gleich beim Bahnhof in Zug der neue Sitz von LafargeHolcim entstehen. Darauf sagt der Sprecher: «Es wird ein zentraler Standort in Zug sein.»

CEO Jenisch kennt Zug bestens

Bei LafargeHolcim hat erst im Oktober vergangenen Jahres Jan Jenisch die CEO-Funktion übernommen. Davor war Jenisch CEO des Baarer Baustoffkonzerns Sika. Hat er die Verlegung der Stellen nach Zug vorangetrieben? Der Firmensprecher geht nicht direkt auf die Frage ein, betont aber, dass das aktuelle Gebäude in Zürich zu gross sei für die Bedürfnisse des Unternehmens: «Es gibt relativ viele Einzelbüros; in Zug werden die Räume offener sein.»

Der Kanton Zug sei bei der Standortverlegung lediglich «marginal involviert» gewesen, wie Bernhard Neidhart, Leiter des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit, auf Anfrage sagt. Bei der Anfrage von Seiten LafargeHolcim ging es laut Neidhart darum, geeignete Büroflächen zu finden. Die Wirtschaftsförderer des Kantons hätten dem Konzern dann verschiedene Varianten aufgezeigt.

Zur Rolle Jenischs sagt Bernhard Neidhart: «Herr Jenisch kennt den Kanton Zug sehr gut, vielleicht auch darum mussten seine Leute gar nicht gross auf uns zurückgreifen.»

Andere Standorte auch geschlossen

In Paris werden die verbleibenden Konzernfunktionen nach Clamart im Südwesten der Stadt verlegt. Derzeit laufen noch die Konsultationen mit den Personalvertretern in den beiden Ländern. Gemäss Plan sollen in der Gegend Zürich und Holderbank 107 Arbeitsplätze betroffen sein, in Paris 97.

Der Umbau ist keine Überraschung: Bereits im März hatte der neue LafargeHolcim-Chef Jenisch angekündigt, die Standorte in Miami und Singapur zu schliessen sowie eine Führungsebene abzubauen.

Zudem stehen seither die Doppelzentralen in der Schweiz und Frankreich auf dem Prüfstand. Mit den im März und nun angekündigten Sparmassnahmen sollen 400 Millionen Franken an Vertriebs- und Verwaltungskosten bis im ersten Quartal 2019 eingespart werden.

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