Lafarge-Manager soll Holcim und Lafarge führen

ZÜRICH. Für die geplante Fusion der beiden Zementkonzerne Holcim und Lafarge ist ein weiterer zentraler Entscheid gefallen. Lafarge-Manager Eric Olsen soll Chef des neuen Konzerns werden, wie die Verwaltungsräte jeweils einstimmig beschlossen haben.

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ZÜRICH. Für die geplante Fusion der beiden Zementkonzerne Holcim und Lafarge ist ein weiterer zentraler Entscheid gefallen. Lafarge-Manager Eric Olsen soll Chef des neuen Konzerns werden, wie die Verwaltungsräte jeweils einstimmig beschlossen haben. «Er ist für den Posten die perfekte Person», sagte Holcim-Präsident Wolfgang Reitzle. Lafarge-Chef Bruno Lafont, der Olsen vorgeschlagen hatte, ergänzte: «Er ist der Mann, der immer alles möglich macht.» Olsen wird sein Büro in Zürich haben.

Die Vorschusslorbeeren der beiden designierten Co-Verwaltungsratspräsidenten kommen nicht von ungefähr: Reitzle und Lafont sind darauf angewiesen, mit dieser Ernennung zu punkten, wenn sie die Fusion noch erfolgreich über die Bühne bringen wollen. Vor allem seitens der Holcim-Aktionäre gibt es ernstzunehmende Opposition. So hat sich der zweitgrösste Holcim-Aktionär Eurocement ablehnend über den Zusammenschluss geäussert. Mit dem US-Fonds Harris hat ein weiterer grosser Investor Vorbehalte gegenüber der Fusion. Dieser Widerstand hat dazu geführt, dass Holcim und Lafont Ende März das Aktientauschverhältnis zugunsten der Holcim-Aktionäre ändern mussten. Auch musste Lafont auf den Chefsessel verzichten. Unter anderem offensichtlich darum, weil sein Führungsstil beim Holcim-Kader schlecht ankam. (sda)

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