Kunden schenken Banken Milliarden

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Sparpotenzial Die Zinsen sind auf einem historischen Tief, während die Gebühren der Banken «stetig steigen». Das zeigen Analysen des Vergleichsdiensts Moneyland. Dessen Geschäftsführer Benjamin Manz attestiert den Bankkunden aber ein markantes Sparpotenzial. Dieses betrage für das laufende Jahr mehr als 6 Mrd. Fr., wie Moneyland hochgerechnet hat. Diese Summe gibt den theoretischen Wert an, wie viel Schweizer Bankkunden sparen könnten, wenn sie zur Bank mit den besten Konditionen wechselten. Allein bei den Hypotheken macht Moneyland unter der Annahme, dass auch Festhypotheken ohne Strafgebühren abgelöst werden können, ein Sparpotenzial von 2,6 Mrd. Fr. aus oder im Schnitt fast 2000 Fr. jährlich pro Festhypothek. Gerade für längere Laufzeiten böten Versicherungen im Mittel günstigere Zinssätze an als Banken, schreibt Analyst Felix Oeschger. Versicherungen können sich nämlich einfacher längerfristig refinanzieren. Noch attraktiver seien Onlinehypotheken, die allerdings auch keine Beratung offerieren. Das weitere Sparpotenzial laut Moneyland: 1,4 Mrd. Fr. bei Sparkonten, 841 Mio. Fr. bei Privatkonten, 610 Mio. Fr. bei Kreditkarten, 159 Mio. Fr. bei Säule-3a-Sparkonten, 157 Mio. Fr. bei Säule-3a-Wertschriften und 156 Mio. Fr. im Onlinewertschriftenhandel. (T. G.)