Kritik an Minergie

Minergie ist nicht unumstritten. Einer der prononciertesten Kritiker ist der ETH-Professor Hansjürg Leibundgut. Er kritisiert etwa die 30 cm dicke Zellulose-Dämmung der Hauswand und plädiert als Alternative für eine 3 cm dünne Dämmung aus Spezialfasern.

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Minergie ist nicht unumstritten. Einer der prononciertesten Kritiker ist der ETH-Professor Hansjürg Leibundgut. Er kritisiert etwa die 30 cm dicke Zellulose-Dämmung der Hauswand und plädiert als Alternative für eine 3 cm dünne Dämmung aus Spezialfasern. Die Förderpolitik der öffentlichen Hand ziele zu stark auf die Fassadensanierung ab, bemängelt Leibundgut. Stattdessen sollte man besser Geld in die Technik der Energieerzeugung stecken – in Erdspeichersysteme, Sonnenkollektoren und Wärmepumpen. Ein zweiter Kritikpunkt ist das Lüftungssystem: Holzbaufachleute kritisieren, die künstliche Belüftung mittels eines Röhrensystems entziehe der Luft zu viel Feuchtigkeit. Resultat sei ein trockenes Raumklima, das die Bewohner des Hauses krank mache. (T.G.)