Krisen und Kerosin belasten Swiss–Gewinn

ZÜRICH/FRANKFURT. Die Fluggesellschaft Swiss hat 2011 weniger verdient als im Jahr davor. Der operative Gewinn sank um 17% auf 306 Mio. Franken. Als Gründe für das schlechtere Ergebnis nennt Swiss die abgeschwächte Konjunktur und die gestiegenen Kerosinpreise.

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ZÜRICH/FRANKFURT. Die Fluggesellschaft Swiss hat 2011 weniger verdient als im Jahr davor. Der operative Gewinn sank um 17% auf 306 Mio. Franken. Als Gründe für das schlechtere Ergebnis nennt Swiss die abgeschwächte Konjunktur und die gestiegenen Kerosinpreise. Negativ auf das Gesamtergebnis ausgewirkt hätten sich ausserdem die Erdbeben- und Atomkrise in Japan sowie die politischen Unruhen in Nordafrika, wird Swiss-Chef Harry Hohmeister im Communiqué zitiert.

Marktlage bleibt angespannt

Im Jahr 2012 erwartet die Swiss keine Veränderung der Lage am Markt. Die Durchschnittserträge stünden weiter unter Druck und noch immer seien zu viele Kapazitäten auf dem Markt, erklärte die Fluggesellschaft. Deshalb sei die Anzahl der Flüge bereits in vereinzelten Fällen der Nachfrage angepasst worden. Auch Preiserhöhungen werden ins Auge gefasst. Am geplanten Flottenausbau will die Swiss dennoch festhalten. Die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa verbuchte im Jahr 2011 einen operativen Gewinn von 820 Mio. €, 200 Mio. weniger als im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte, wie bereits bekannt, ein Verlust von 13 Mio. €.

AUA sieht Hoffnungsschimmer

Die defizitäre Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) teilte gestern mit, neues Kapital «für die Runderneuerung» zu erhalten. Die Lufthansa habe bis zu 140 Mio. € Kapitalzuschuss genehmigt. Mit den Mitteln werde die Flottenharmonisierung der Mittelstrecke finanziert. Ebenso wird die Reorganisation fortgesetzt. Dazu gehört ein «Plan B», also der etwaige Umstieg des Flugpersonals auf den Kollektivvertrag der Tyrolean Airways. (sda/T.F.)