KPT-Prozess: Bosch weist Vorwürfe zurück

BERN. Im Prozess gegen die frühere Spitze der Krankenkasse KPT vor dem Berner Wirtschaftsstrafgericht hat der angeklagte ehemalige Verwaltungsratspräsident Walter Bosch gestern die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Sie seien «an den Haaren herbeigezogen» und «völlig absurd».

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BERN. Im Prozess gegen die frühere Spitze der Krankenkasse KPT vor dem Berner Wirtschaftsstrafgericht hat der angeklagte ehemalige Verwaltungsratspräsident Walter Bosch gestern die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Sie seien «an den Haaren herbeigezogen» und «völlig absurd».

Er könne heute noch nicht verstehen, weshalb man dem damaligen Verwaltungsrat einen Strick daraus drehe, dass er der Finanzmarktaufsicht (Finma) in «guten Treuen» ein Vorhaben unterbreitet habe. «Wir haben nichts versteckt und verheimlicht», sagt Bosch.

Der damalige Verwaltungsratspräsident der KPT und sein Vizepräsident sind der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung anklagt. Angezeigt wurden die beiden 2012 von der Finma. Diese stellte fest, dass sich der Verwaltungsrat in unzulässiger Weise bereichert hätte, wenn die geplante Fusion mit der Sanitas zustande gekommen wäre.

Bosch stellte sich bei der Befragung durch das dreiköpfige Wirtschaftsstrafgericht auf den Standpunkt, dass alle Entscheide vorläufigen Charakter gehabt hätten. Er sei davon ausgegangen, dass die Finma den Deal prüfe und allenfalls zurückweise oder mit Auflagen verbinde, so wie dies die Wettbewerbskommission bei Fusionsabsichten von Unternehmen tue. (sda)

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