Kontroverse um Unterschriften

BERN. Baumeister und Gewerkschaften greifen im Streit um den Landesmantelvertrag (LMV) zu einem neuen Instrument: Unterschriften der Bauarbeiter. Mit diesen will jede Seite beweisen, dass die Bauarbeiter ihrer Meinung seien.

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BERN. Baumeister und Gewerkschaften greifen im Streit um den Landesmantelvertrag (LMV) zu einem neuen Instrument: Unterschriften der Bauarbeiter. Mit diesen will jede Seite beweisen, dass die Bauarbeiter ihrer Meinung seien. Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) hat 26 000 Unterschriften gesammelt und diese dem Staatssekretariat für Wirtschaft überreicht. Laut SBV zeigen die Unterschriften, dass die Bauarbeiter mit dem aktuellen LMV glücklich seien und mit dessen Fortführung zufrieden wären.

Diese Unterschriften seien wertlos, kontern die Gewerkschaften Unia und Syna. Ein guter Teil der Bauarbeiter, die unterschrieben hätten, sei zur Unterschrift gezwungen worden. Die Gewerkschaften hätten ihrerseits ebenfalls Unterschriften gesammelt: über 30 000 und freiwillige. Diese zeigten, dass die Bauarbeiter Verhandlungen über den LMV wollten und nicht einfach eine Verlängerung. (sda)