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Konsumentenschutz macht VW Dampf

Im Abgas-Skandal von Volkswagen spannt die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) mit der Stiftung Volkswagen-Car-Claim aus den Niederlanden zusammen. Damit will die SKS für eine Entschädigung der Opfer des Betrugs in der Schweiz kämpfen.
Stefan Borkert

BERN. Die SKS holt sich mit der niederländischen Stiftung Volkswagen-Car-Claim einen starken Partner an Bord, um den Druck auf VW im Abgas-Skandal zu erhöhen. Laut eines gestern publizierten Communiqués empfiehlt die SKS allen Eigentümern eines Autos mit der Software, welche die Abgaswerte manipuliert, sich bei VW-Car-Claim anzumelden. Auf der Website der SKS (www.konsumentenschutz.ch) findet sich dafür ein Formular.

Ansprüche nicht abtreten

VW-Car-Claim sei für die geschädigten Fahrzeughalter in der Schweiz die erfolgversprechendste Möglichkeit, genügend Druck auf Volkswagen zu entwickeln. Ausschlaggebend sei, dass der Teilnehmer seine Ansprüche dabei nicht abtreten müsse, wie es beispielsweise das amerikanische Sammelklage-Instrument vorsehe, heisst es bei der SKS. Der Kläger könne seine Anmeldung jederzeit zurückziehen und seine Rechte wieder individuell geltend machen. Die Teilnahme an dem Verfahren sei zudem kostenlos. Bereits 100 000 geschädigte VW-Besitzer aus 27 Nationen haben sich bis heute als Teilnehmer bei VW-Car-Claim eingeschrieben. Die Stiftung führt mit VW die Vergleichsverhandlungen.

VW hatte im September 2015 zugeben müssen, in 11 Mio. Dieselautos eine Software zur Manipulation der Abgastests installiert zu haben. In der Schweiz geht man von gegen 180 000 betroffenen Fahrzeugen der Volkswagen-Gruppe aus. Anders als in den USA, wo VW die Halter automatisch entschädigt, sei in der Schweiz jeder Betroffene auf sich selbst gestellt, da hierzulande keine kollektiven Rechtsmittel existierten, schreibt die SKS. Im März sind die Verhandlungen mit der VW-Generalimporteurin Amag abgebrochen worden. Seither habe sich die SKS mit europäischen Konsumentenorganisationen vernetzt. Besitzer eines manipulierten Fahrzeugs seien von VW betrogen worden und erlitten einen teils erheblichen finanziellen Schaden. Beim Verkauf auf dem Occasionsmarkt würden die Betrugsautos gemieden, was tiefere Verkaufspreise zur Folge habe, so die SKS.

Update funktioniert

Inzwischen haben europäische Automobilverbände, darunter auch der TCS, die neue Software in betroffenen Autos getestet. Gemäss den gestern veröffentlichten Ergebnissen funktioniert das Update. Es wurde kein Leistungsverlust und kein Mehrverbrauch festgestellt.

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