Konsumenten-charta lanciert

Die Lancierung der Konsumentencharta* war aus Sicht der Allianz der Konsumentenschützer ein Highlight im zu Ende gehenden Jahr.

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Die Lancierung der Konsumentencharta* war aus Sicht der Allianz der Konsumentenschützer ein Highlight im zu Ende gehenden Jahr. In dieser Charta verpflichten sich die Unterzeichner – 54 National- und 12 Ständeräte des neu gewählten Parlaments sowie insgesamt 550 Kandidierende –, sich in der kommenden Legislatur für die Interessen der Konsumenten einzusetzen. Überprüfen will das der Konsumentenschutz anhand eines Konsum-Ratings, das im Internet einsehbar sein wird (vgl. Haupttext). Die Charta umfasst acht Themen: Konsumverträge, Finanzdienste, digitale Welt/Telekom, Produkte- und Lebensmittelsicherheit, Ernährung, Energie und Nachhaltigkeit, Gesundheit sowie Sammelklagen.

Kostenfalle Roaming

Im Frühling organisierte die Allianz einen runden Tisch, um Lösungen von Problemen in der Telekommunikation zu arrangieren. Teilnehmer waren das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) sowie Vertreter der drei grössten Telekomfirmen Swisscom, Sunrise und Orange. Ergebnisse waren ein Warnsystem bei hohen Roamingkosten beim Herunterladen von Daten im Ausland, wobei Orange einen solchen Dienst erst plant, sowie – bei Swisscom – die Aufhebung der automatischen Verlängerung von Mobilfunkverträgen. Orange und Sunrise wollen wenigstens besser informieren.

TV-Spots unter der Lupe

Im Kampf für wirkungsvolle Vorgaben für Werbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, haben die Konsumentenschützer zusammen mit der Universität Lugano über sechs Wochen die Werbung auf sechs Schweizer TV-Kanälen erfasst. Die Resultate der wissenschaftlichen Auswertung sollen Anfang kommenden Jahres vorliegen. (T. G.)

* www.konsumentencharta.ch