Koenig Feinstahl ist in Gefahr

SENNWALD. Der Fortbestand des Blechbearbeiters Koenig Feinstahl AG (KFS) mit 66 Beschäftigten ist gefährdet.

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SENNWALD. Der Fortbestand des Blechbearbeiters Koenig Feinstahl AG (KFS) mit 66 Beschäftigten ist gefährdet. Laut einer Mitteilung von Verwaltungsratspräsident Philippe Dietziker hat der Verwaltungsrat die Geschäftsleitung beauftragt, «bis Ende Mai alle Optionen – bin hin zu Betriebsschliessung – zu prüfen». Die Belegschaft sei informiert und in die Diskussionen einbezogen. Dies im Rahmen eines Konsultationsverfahrens, das bei einer drohenden Massenentlassung gesetzlich vorgeschrieben ist. KFS hat zwei Standorte, einen in Sennwald mit 44 Angestellten, darunter zwei Lernende, und einen in Dietikon mit 22 Mitarbeitenden. «Ein Abbau von Arbeitsplätzen kann leider nicht ausgeschlossen werden.»

Laut Mitteilung schreibt KFS seit 2012 wie schon in früheren Jahren erneut Verluste, und die Aufhebung des Euromindestkurses per Mitte Januar habe die Position der Firma «nochmals dramatisch verschlechtert». Ausländische Rivalen sind preislich wettbewerbsfähiger, und gleichzeitig sei die Inlandnachfrage wegen Verlagerungen von Kunden nochmals gesunken. Damit sei es nicht mehr möglich, ein Ergebnis zu erarbeiten, das eine nachhaltige Betriebsführung erlaube. KFS setzt 23% im Export um, vor allem in Deutschland und in Österreich, und 77% in der Schweiz. Die Firma gehört zur St. Galler Debrunner Koenig Holding, einer Tochter der deutschen Klöckner & Co. (T. G.)

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