Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Meier Tobler zahlt keine Dividende

Die frisch fusionierte Firma Meier Tobler startet holprig. Die Heizungs- und Klimaanlagen-Grosshändlerin verzichtet darum für zwei Jahre auf eine Dividende.
Rainer Rickenbach
Ein Logistikmitarbeiter bei der ehemaligen Walter Meier AG in Nebikon. (Bild: Pius Amrein)

Ein Logistikmitarbeiter bei der ehemaligen Walter Meier AG in Nebikon. (Bild: Pius Amrein)

Meier Tobler legte gestern einen veritablen Kursabsturz an der Zürcher Börse SPI hin: Die Aktie des Grosshändlers von Heizungen und Klimaanlagen verlor am Nachmittag mehr als 20 Prozent an Wert. Bei Börsenschluss summierte sich das Minus auf 23,4 Prozent. Grund für den Absturz war die Gewinnwarnung, die das KMU gestern bekanntgab.

Dort war die Rede von einem unerwartet starken Umsatzrückgang, der vor allem der Sparte Heizung zu schaffen macht. Der Verwaltungsrat kündigte darum an, für dieses und für das nächste Jahr von einer Dividende abzusehen. Das bewog offensichtlich viele Anleger, die Aktie abzustossen. Seit Jahresbeginn stürzte die Aktie um mehr als 40 Prozent ab. Meier Tobler ging Anfang Jahr aus einer Fusion der beiden Haustechnik-Firmen Walter-Meier-Gruppe und Tobler hervor. Die Firma beschäftigt an verschiedenen Standorten in der ganzen Schweiz rund 400 Angestellte, ein paar von ihnen im ­modernen Logistikzentrum von Nebikon. Dort befindet sich seit Jahresbeginn auch der offizielle Firmensitz. Der administrative Hauptsitz ist in Schwerzenbach ZH. Meier Tobler handelt mit Klimaanlagen und Wärmeerzeugern, hat eine Planungsabteilung und führt Service-Arbeiten aus.

Die Schwierigkeiten in der Heizungssparte seien auf den «extrem hohen» Konkurrenzdruck zurückzuführen, die Preise und Absatz beeinträchtigten, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Zudem habe man mit Anlaufschwierigkeiten bei der Vertriebs- und Serviceorganisation zu kämpfen. Der Umsatz dürfte deshalb im ersten halben Jahr etwa 4 Prozent unter dem Pro-forma-Wert des Vorjahres zu liegen kommen, die exakten Halbjahreszahlen werden erst Ende August bekannt gegeben.

Fremdfinanzierung auf nachhaltiges Niveau senken

Doch schon jetzt steht fest, dass die Aktionäre zwei Jahre lang nicht in den Genuss einer Dividende kommen werden. «Der Free Cash Flow im Geschäftsjahr 2018 wird nicht ausreichen, um so sowohl eine konstante Ausschüttung wie auch eine angemessene Reduktion des Fremdkapitals zu finanzieren», heisst es in der Firmen-Mitteilung. Bis anhin gab es 2 Franken Dividende pro Aktie. Für die beiden Geschäftsjahre 2018 und 2019 gehen die Aktionäre leer aus.

«Mit dieser temporären Aussetzung soll die aufgrund des Zusammenschlusses hohe Fremdfinanzierung auf ein nachhaltiges Niveau gesenkt werden. Ab dem Geschäftsjahr 2020 soll die Ausschüttung wieder aufgenommen und schrittweise erhöht werden», heisst es zur Dividendenstrategie. Die Analysten der Helvetischen Bank beziffern die Nettoverschuldung von Meier Tobler auf 150 Millionen Franken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.