KMU müssen noch mehr umrüsten

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Die Zahlungsprozesse sollen durchgehend digitalisiert werden. Nach und nach verändert das Buchhaltung und Einzahlungen. (Bild: Getty)

Die Zahlungsprozesse sollen durchgehend digitalisiert werden. Nach und nach verändert das Buchhaltung und Einzahlungen. (Bild: Getty)

TelekomAuf die hiesigen KMU kommt dieses Jahr nicht nur die Umstellung des Zahlungsverkehrs zu. Ein grosses Thema ist die bevorstehende ISDN-Abschaltung. Nach wie vor laufen viele geschäftliche Telefonanlagen über diese Techno­logie, die aus den Achtzigern stammt. Am 31. Dezember 2017 schaltet die Swisscom das ISDN-Netz nun endgültig ab. Grund dafür ist die Umstellung auf Internettelefonie, die dann auch das Ende der klassischen analogen Telefonie mit sich bringen wird.

Wechsel der Technologie kann teuer werden

Die Modernisierung führt dazu, dass Internet, TV und Festnetztelefonie zentral über den Internetrouter laufen. Für private Haushalte ist die Umstellung auf IP-Telefonie keine Hexerei, schwieriger wird es aber für Firmen mit verzweigten ISDN-Verkabelungen und Teilnehmervermittlungsanlagen. Denn auch Faxgeräte oder Frankiermaschinen funktionieren nach der Umstellung unter Umständen nicht mehr. Ein Wechsel auf die neue Technologie kann teuer und aufwendig werden. Hinzu kommt, dass auch Lifttelefone, Alarm­anlagen, Überwachungskameras und andere Geräte, die ans Telefonnetz angeschlossen sind, ebenfalls ausgetauscht oder umgerüstet werden müssen.

Fachleute empfehlen, dass sich KMU möglichst früh mit dem Thema beschäftigen. Unternehmen wenden sich am besten an den Elektroinstallateur, der das bestehende ISDN-Netz aufgebaut hat. Einige Dienstleister bieten zum Beispiel Lösungen an, die auf der ISDN-Technologie aufbauen, damit die Kunden ihre Telefonanlage weiterhin nutzen können. Die alte Anlage wird in diesem Fall wie Voice over IP an das Festnetz angebunden. Bei Alarmanlagen, die über das ISDN-Netz laufen, gibt es die Möglichkeit, sogenannte Wandler einzusetzen. (mim)