«Keine isolierte Insel»

BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat seine Prognose für die Schweizer Wirtschaft leicht gesenkt. Für 2015 erwarten die Bundesökonomen ein Wachstum von 0,8% statt wie im März von 0,9%. Für 2016 lautet die Prognose 1,6% statt 1,8%.

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BERN. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat seine Prognose für die Schweizer Wirtschaft leicht gesenkt. Für 2015 erwarten die Bundesökonomen ein Wachstum von 0,8% statt wie im März von 0,9%. Für 2016 lautet die Prognose 1,6% statt 1,8%.

Laurent Bakhtiari, Marktanalyst der Genfer IG Bank, beurteilt die Revision als «nicht drastisch, sondern eher von symbolischer Natur. Es zeigt, dass die Schweiz keine isolierte Insel in der Wirtschaftswelt ist.»

Mit seiner Konjunkturprognose für dieses Jahr liegt das Seco am oberen Rand der Erwartungen anderer Auguren, deren Vorhersagen zwischen 0,4% und 0,8% liegen. Vom Export erwartet das Seco für das ganze Jahr keine Wachstumsimpulse, dafür wird der Privatkonsum als Stütze gesehen.

Die Schweiz bleibe verwundbar gegenüber starken Ausschlägen des Wechselkurses. Solche drohten besonders wegen der Krise um Griechenland. (T. G.)