Kantone helfen Start-ups

Die Ostschweizer Kantone helfen Start-ups mit Überbrückungskrediten. Ein wichtiger Schritt. Trotzdem ist die Entwicklung vieler Jungunternehmen vorläufig auf Eis gelegt. 

Kaspar Enz
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Im Startfeld in St.Gallen arbeiten Start-ups an neuen Ideen und Produkten.

Im Startfeld in St.Gallen arbeiten Start-ups an neuen Ideen und Produkten.  

(Bild. Benjamin Mnser)

Start-up Sie haben ihr Unternehmen vor kurzem gegründet, sie sind oft noch am Tüfteln. Nun droht mit der Coronakrise vielen Start-ups das Aus, bevor sie am Markt Fuss fassen konnten. Denn während etablierte KMU auf die Überbrückungskredite aus dem Bundesprogramm zurückgreifen können, nützt dies den meisten Start-ups zu wenig, denn der Kreditrahmen errechnet sich aus den vergangenen Umsätzen und hier haben junge Unternehmen oft wenig vorzuweisen.

Das Problem haben auch manche Kantone erkannt. So hat der Kanton St.Gallen mit der St.Galler Kantonalbank eine Sonderlösung für Start-ups aufgegleist. Es geht um Kredite von maximal 150000 Franken. Für diese Lösung hat sich auch das Start-up-Netzwerk Startfeld eingesetzt. Je nach Grösse oder Stadium des Unternehmens mag das nicht ausreichen, sagt Geschäftsführerin Cornelia Gut. «Aber wichtig ist, dass Liquidität zur Verfügung steht.»

Zwar hätten manche Start-ups jetzt mehr zu tun, da digitale Lösungen gefragt seien. Aber viele stünden in ihrer Entwicklung still. «Treffen mit Kunden oder Geldgebern sind abgesagt oder verschoben», sagt Gut.

Eine ähnliche Lösung wurde vor kurzem auch im Kanton Thurgau auf den Weg gebracht. Rückmeldungen darauf habe sie noch wenig, sagt Tiziana Ferigutti, Geschäftsführerin des Start-Netzwerks Thurgau. Aber sie begrüsse, dass das Anliegen aufgenommen wurde. «Viele Start-ups reagieren gut und innovativ auf die Situation, und haben beispielsweise Online-Marktplätze fürs Gewerbe aufgeschaltet.» (ken)