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JOBSUCHE: «Vielleicht trifft man sich im Leben ein zweites Mal»

Was tun, wenn man junge Hochschultalente für sein Unternehmen sucht? Die einen laden ins Ausland oder zu exklusiven Sportevents ein. Der Kanton Thurgau beschreitet seit Jahren einen eher konventionellen Weg.
Christof Lampart
Kontakte knüpfen steht im Zentrum des Sprungbrett-Events. (Bild: Christof Lampart)

Kontakte knüpfen steht im Zentrum des Sprungbrett-Events. (Bild: Christof Lampart)

«Ich bin zum einen hier, weil für mich als Frauenfelder der Event direkt vor meiner Haustüre stattfindet. Zum anderen, um gezielt Kontakte zu knüpfen», erklärt Valentin Arbenz. Er ist einer von 77 angehenden Hochschulabsolventen, die sich zum 16. Sprungbrett-Event im Eisenwerk Frauenfeld getroffen haben.

Ein paar Bistro-Tischchen mit Knabberzeugs und Flyern, daneben Firmenplakate und Roll-ups sowie eine Mini-Bühne, das war es auch dann schon. In den Gesprächen zwischen den potenziellen Arbeitgebern zeigte sich schnell, dass die Together AG, welche den Event im Auftrag des Kantons Thurgau veranstaltet, damit richtig lag. Gerade Letzteres wird von den zumeist adrett gekleideten Berufseinsteigern in spe immer wieder betont.

«Selbst, wenn ich hier nichts finde, was zu mir passt, so kann es doch nicht schaden, wenn ich die Leute mal kennen lerne. Vielleicht trifft man sich im Leben ja ein zweites Mal bei einem anderen Unternehmen», bemerkt eine pragmatisch argumentierende junge Frau, nachdem sie soeben ein weiteres Visitenkärtchen eingesteckt hatte. Für den Thurgauer Wirtschaftsförderer, Marcel Räpple zeugt dieses Verhalten «von einem gesunden Interesse an unseren Firmen».

Netzwerken ist heute das A und O

Aber auch er weiss, dass wohl nur die wenigsten zeitnah beruflich im Thurgau aufschlagen werden, obwohl rund 50 Thurgauer Firmen regelmässig Hochschulabsolventen suchen. Solche wie jenen jungen Mann, der bereits schon vor dem ersten Jobangebot klare Vorstellungen von seiner eigenen beruflichen Zukunft hat: «Mich würde ein Job reizen, bei dem ich im Controlling international tätig sein könnte. Heute Mexiko, morgen Australien, das wäre was für mich», erklärt er . Ob ihm das die Thurgauer Firmen bieten können, wisse er heute noch nicht, aber er gehe davon aus, dass in Zürich oder Genf die Chancen grösser sein dürften. Warum er dann überhaupt da sei? «Ich will hier netzwerken, das ist heute das A und O, wenn man im Leben vorankommen möchte.» Am Sprungbrett-Event hatte er die Möglichkeit, immerhin sieben Unternehmen, die sich präsentierten, kennen zu lernen.

Christof Lampart

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