Thurgauer Raiffeisenbanken weiter auf der Erfolgswelle +++ Jedes Jahr Wachstum

Urs Schneider übergibt den Stab als Thurgauer Raiffeisenpräsident an Reto Inauen. 2019 sind wieder Rekorde eingefahren worden.

Stefan Borkert
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Ganz so leicht fällt Urs Schneider Abschied nicht. 24 Jahre war er im Vorstand des Verbandes der Thurgauer Raiffeisenbanken, 12 davon als Präsident. Aber ganz lässt man ihn nicht ziehen. Die Generalversammlung wählte ihn zum Ehrenpräsidenten. Schneider übergab seinem Nachfolger, Reto Inauen, als Geschenk eine Heugabel. Bodenständigkeit und Arbeit soll sie verkörpern und zur Not könne man sich damit auch wehren, sagt Schneider.

Urs Schneider, neu Ehrenpräsident, übergibt statt eines Stabes eine Mistgabel an den neuen Präsident des Verbandes Thurgauer Raiffeisenbanken, Reto Inauen.

Urs Schneider, neu Ehrenpräsident, übergibt statt eines Stabes eine Mistgabel an den neuen Präsident des Verbandes Thurgauer Raiffeisenbanken, Reto Inauen.

Bild: Stefan Borkert

Reto Inauen kennt die Arbeit mit der Mistgabel. Sein erstes Geld hat er schliesslich im Stall verdient. Jetzt weist er darauf hin, dass die Raiffeisenbanken vor grossen Veränderungen stehen. Die Digitalisierung lasse sich nicht aufhalten, die Tiefzinspolitik werde die nächsten Jahre wohl anhalten und es gelte die Organisation und Struktur von Raiffeisen zu erneuern.

Rekord bei Mitgliederzahl und Ausleihungen

Im Thurgau ist man für die Zukunft gerüstet. Seit Jahren wächst Raiffeisen Thurgau, können die Genossenschaftsbanken zulegen. So auch im vergangenen Jahr. Auf 15 Milliarden Franken ist die Bilanzsumme gestiegen. Der Jahresgewinn betrug gut 26 Millionen Franken. Die Anzahl der Mitglieder nahm um 500 auf 113200 zu. Und die Kundenausleihungen erreichten einen Rekord von 13 Milliarden Franken.

Gewinn ist geschrumpft

in Mio Franken 2018 2019 Veränderung %
Bilanzsumme 14 308 14 998 +4,8
Kundenausleihungen 12 574 13 004 +3,4
Gewinn 28 26 - 5,7
Mitglieder 112 664 113 201 +0,5
Mitarbeitende 491 512 +4,3