Japanische Lebensmittel bedenkenlos konsumieren

Ob Wasabinüsse, Sojasauce, Reiscracker, Instantnudeln, Sushi oder Shiitakepilze: Lebensmittel aus Japan können in der Schweiz weiterhin konsumiert werden.

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Bern. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beantwortet auf seiner Website häufige Fragen zum Atomunfall in Japan. Ein Thema ist die Lebensmittelsicherheit. Im Gegensatz zu Italien, das alle Japan-Importe von Lebensmitteln gestoppt hat, die seit der Katastrophe verarbeitet wurden, sieht das BAG keine Veranlassung dazu: «Es gibt keine Einschränkungen für die Einfuhr von Lebensmitteln aus Japan.» Aber die Lage werde natürlich beobachtet.

Insgesamt ist die Menge an importierten Lebensmitteln aus Japan gering. Und es sind in der Regel auch keine Frischprodukte. Bei Coop und Migros ist ein Importstop zurzeit ebenfalls kein Thema. Auch nicht bei Globus, der ein eigenes Japan-Sortiment führt. Globus stellt keine Warenverknappung fest und weist darauf hin, dass die jetzt zum Verkauf stehenden Produkte schon vor geraumer Zeit hergestellt wurden.

Kommt hinzu: Längst nicht alle Lebensmittel, die von japanischen Firmen exportiert werden, stammen aus japanischer Produktion. So wird etwa, um ein Beispiel aus Deutschland zu nennen, das japanische Kirin-Bier unter Lizenz in Bayern gebraut. Und Gemüse oder Reis in japanischen Lebensmitteln können mitunter aus China oder den USA stammen.

Das BAG hat dennoch eine Hotline eingerichtet. Experten geben unter Telefon 031 322 97 28 Auskunft rund um die atomare Katastrophe – nicht nur zu Fragen der Lebensmittelsicherheit. (hb)