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JAHRESBILANZ: SBB belohnen treueste Kunden

Die SBB konnten 2017 ihren Gewinn steigern. Nun sollen Kunden von einigen wenigen Preissenkungen profitieren.
Gerhard Lob

Gerhard Lob

Heitere Mienen gestern in Bern anlässlich der SBB-Bilanzmedienkonferenz für das Geschäftsjahr 2017. Tatsächlich konnten die SBB das Konzernergebnis im vergangenen Jahr um 18 Millionen Franken auf 399 Millionen Franken steigern. Dies entspricht einem Plus von fast 5 Prozent. Auch bei der Zahl der beförderten Passagiere konnten die SBB nochmals leicht zulegen: auf 1,26 Millionen (+0,6 Prozent).

Praktisch stabil blieben ­hingegen die gefahrenen Perso­nenkilometer. Ein leichtes Plus konnte bei der Sitzplatzbelegung ­erreicht werden, die mit ei­nem Gesamtdurchschnitt von 28,2 Prozent immer noch ­vergleichsweise tief liegt. Anders gesagt: Wirklich voll sind die Züge nur zu den Pendlerzeiten im Stossverkehr.

Nicht so rosig wie im Personenverkehr sieht es im Güterverkehr aus: SBB Cargo musste mit 239 Millionen Franken einen deutlichen Jahresverlust hinnehmen. Vor allem im Einzelwagenladungsverkehr ist das Geschäft mit einem Minus von 14,5 Prozent stark rückläufig. Hier herrscht Handlungsbedarf, wie SBB-Chef Andreas Meyer klarmachte.

CEO Andreas Meyer gönnt sich Auszeit

Handlungsbedarf erkannt haben die SBB auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Darum sollen die Kunden angesichts des guten Geschäftsgangs zumindest von einigen wenigen Preissenkungen profitieren. Sparbillette in Randreisezeiten werden neu bis zu 70 Prozent ermässigt. Der telefonische Rail-Service steht ab 1. Mai 2018 zum Ortstarif statt zum ­Minutentarif zur Verfügung; und GA-Kunden erhalten neu ein Gutscheinheft. «Damit wollen wir etwas für unsere besonders treuen Kunden tun», so Meyer.

Für die Gewerkschaften zeigt die Jahresbilanz, dass es Spielraum für Verbesserungsmöglichkeiten im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für das SBB-Personal gibt; es wird verhandelt. Für Andreas Meyer ist hingegen ein guter Zeitpunkt gekommen, sich eine zweimonatige Auszeit zu gönnen. «Seit elf Jahren ist praktisch jede Minute verplant», begründete der SBB-Manager den Entscheid, sich ein wenig Müssiggang zu gönnen. Vertreten wird ihn Infrastruktur-Chef Philippe Gauderon (63).

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