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Novartis bleibt dank
Pharmasparte auf Wachstumskurs

Novartis ist im vergangenen Jahr in etwa wie erwartet gewachsen. Dazu hat vor allem die Pharmasparte mit ihren Blockbustern beigetragen. Die Dividende wird der Konzern leicht erhöhen. Die Börse reagiert dennoch verhalten.
Philipp Felber
Novartis-CEO Vas Narasimhan an der Bilanzmedienkonferenz am Novartis-Campus in Basel. (Bild: Patrick Straub/Keystone)

Novartis-CEO Vas Narasimhan an der Bilanzmedienkonferenz am Novartis-Campus in Basel. (Bild: Patrick Straub/Keystone)

Vas Narasimhan hat sein erstes Jahr als Chef von Novartis hinter sich. An der Bilanzmedienkonferenz in Basel zeigte er sich zufrieden über den Geschäftsgang. Er ist angetreten, um das Novartis zu verändern. Sein zweites Jahr wird deshalb zur Bewährungsprobe. Im ersten halben Jahr 2019 steht die Abspaltung der Augenheilsparte Alcon an. Und auch bei der weiterhin darbenden Generika-Sparte Sandoz hält Novartis am angekündigten Fahrplan fest. Sie soll zu einer eigenständigen Firma innerhalb von Novartis werden.

Eines der wichtigsten Themen im Geschäftsjahr 2019 wird die geplante Abspaltung von Alcon sein. Ende Februar werden die Aktionäre an der Generalversammlung über das Schicksal der Augenheilsparte abstimmen. Geplant ist, dass die Transaktion im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen werden kann. Die Novartis-Aktionäre erhalten für fünf Novartis-Aktien ein Alcon-Papier, so der Plan. Mit dem Herauslösen von Alcon will sich Novartis auf das Kerngeschäft konzentrieren. Dies wird zusätzlich unterstützt mit dem weiteren Überprüfen der geografischen Abdeckung der Generika-Tochter Sandoz.

Weniger Geld für Narasimhan

Wie gut das Vorhaben gelingt, wird für Vas Narasimhan zum Prüfstein. 2019 wird das erste Jahr sein, in dem über das ganze Jahr hinweg an der Spitze des Unternehmens stehen wird. Für seine Arbeit kassierte er letztes Jahr 6,68 Millionen Franken. «CEOs werden in der Pharma sehr gut bezahlt», sagt Narasimhan. Das sei aber nicht sein Antrieb. Sein Lohn liegt unter der Vergütung seines Vorgängers. Jimenez erhielt 2017 11,34 Millionen. Die Gesamtvergütung für die Geschäftsleitung hat sich hingegen stark erhöht, um fast 20 Millionen. Das hat auch damit zu tun, dass Entschädigungen an vier Topmanager gezahlt wurden, die letztes Jahr den Betrieb verliessen. Ihnen wurden rund 14 Millionen Franken ausbezahlt.

Das 2018 angekündigte Wachstum hat Novartis erreicht. Der Nettoumsatz stieg um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nun 51,9 Milliarden Dollar. Vor allem die Division Innovative Medicines war erfolgreich: plus 8 Prozent. Getrieben wurde dieses Plus vom Arznei Cosentyx, ein Mittel gegen Schuppenflechten. Für nächstes Jahr erhofft sich Novartis auch vom Krebsmittel Kymriah einen gesteigerten Anteil am Umsatz, nach Anfangsschwierigkeiten bei der Produktion. In diesem Zusammenhang müssten aber die Gesundheitssysteme angepasst werden, sagt Narasimhan. Kymriah wird nur einmal verabreicht, ist aber sehr teuer, worauf die Systeme nicht vorbereitet seien.

Weniger gut ist das Resultat bei Sandoz. Dort sank der Nettoumsatz auf 9,9 Milliarden Dollar, was einem Minus von 2 Prozent entspricht. Das operative Ergebnis sank um 5 Prozent. Überraschend hoch ist der Reingewinn. Das Plus von 64 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar kann aber erklärt werden. Darin enthalten ist ein Nettogewinn von 5,7 Milliarden Dollar der Beteiligung am Consumer-Healthcare-Geschäft.

Für das nächste Jahr erwartet Novartis, dass der Nettoumsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich wächst. Das hat an der Börse für verhaltene Reaktionen gesorgt. Die Aktie bewegte sich am Mittwoch im Minus und schloss leicht schwächer als am Vortag.

Erste Kündigungen im April

Für die Mitarbeiter von Novartis in der Schweiz war das Jahr 2018 geprägt von der Ankündigung eines Abbaus von über 2000 Stellen. Nun sind die Konsultationen zum Abbau abgeschlossen, wie ein Sprecher auf Anfrage sagt. Insgesamt halte Novartis am angekündigten Stellenabbau fest. Der ausgehandelte Sozialplan gehe in vielerlei Hinsicht über den früheren hinaus. Insbesondere für betroffene Mitarbeitende ab 50 Jahren sehe dieser ein erweitertes Massnahmenpaket zur Unterstützung bei der Stellensuche und Weiterbeschäftigung vor, heisst es. Auch würden Optionen für Frühpensionierungen den Betroffenen angeboten. Einige Mitarbeiter wurden bereits in Vorankündigungen darüber informiert, dass sie vom Abbau betroffen sind, dies vorerst am Standort Basel. Gemäss Sozialplan gebe es eine Vorankündigungsfrist von vier Monaten, heisst es seitens Novartis. Die ersten Kündigungen werden frühestens im April ausgesprochen. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate. In Stein werden Vorankündigungen im Laufe des Februars übergeben. Vom Abbau sind in Basel 1000 Stellen betroffen, in Stein 700, in Schweizerhalle 350. Novartis-CEO Vas Narasimhan sagte an der Bilanzmedienkonferenz, dass Novartis langfristig um 10000 Mitarbeiter in der Schweiz beschäftigen will. Heute sind es knapp 12 500.

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