Irland senkt Mindestlohn

Dublin. Die irische Regierung hat ihr Sparpaket für die nächsten vier Jahre vorgestellt. Zwei Drittel der 15 Mrd. € sollen durch Ausgabenkürzungen erreicht werden, ein Drittel durch Steuererhöhungen.

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Dublin. Die irische Regierung hat ihr Sparpaket für die nächsten vier Jahre vorgestellt. Zwei Drittel der 15 Mrd. € sollen durch Ausgabenkürzungen erreicht werden, ein Drittel durch Steuererhöhungen. Das Sparpaket gilt als Voraussetzung für die Rettung Irlands vor dem Staatsbankrott durch EU und Währungsfonds IWF mit 85 Mrd. €. Das Paket enthält eine Senkung des Mindestlohns von 8,65 € auf 7,65 € je Stunde sowie eine Reduktion des Einkommenssteuer-Freibetrags. Während bisher 45% der Erwerbstätigen keine Einkommenssteuer zahlen, sind es künftig 35%.

Die Mehrwertsteuer steigt 2011 von 21% auf 22% und 2014 auf 23%. Auf Grundbesitz und Immobilien wird eine neue Steuer eingeführt. Die niedrige Unternehmenssteuer von 12,5% bleibt dagegen unangetastet. Viele Ökonomen halten die Zerschlagung der maroden irischen Banken für wesentlich wichtiger als immer neue Sparpläne. (sbo)

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