Intensivere Konkurrenz für Schweizer Firmen

Nachteile Das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA hätte Nachteile für kleine und mittlere Schweizer Exportfirmen. Sie müssten wohl mit intensiverer Konkurrenz aus der EU rechnen.

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Nachteile Das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA hätte Nachteile für kleine und mittlere Schweizer Exportfirmen. Sie müssten wohl mit intensiverer Konkurrenz aus der EU rechnen. Damit rechnet eine Studie der Exportförderorganisation Switzerland Global Enterprise (S-GE). KMU sind mehrheitlich aktiv in Branchen, die noch Zölle zahlen. Diese könnten für ihre europäischen Konkurrenten im Rahmen des TTIP künftig wegfallen. Momentan sind die TTIP-Gespräche festgefahren.

«Wir raten KMU dazu, die eigene Marktstrategie und Konkurrenzsituation zu überprüfen, sobald ein Abkommen steht und bekannt ist, wie die Schweiz sich dazu verhalten wird», sagt S-GE-Chef Daniel Küng.

Schweizer Hersteller von Maschinen, Fahrzeugen, Instrumenten und Industrietextilien zum Beispiel müssten sich intensiver messen mit ihren deutschen Konkurrenten. Die Chemiebranche stünde im verschärften Wettbewerb mit Firmen vor allem aus Irland und Deutschland. Schoggi- und Zuckerwarenproduzenten müssten verstärkt nach Belgien, Deutschland, Frankreich, Spanien oder Holland schauen.

Beachtliches Einsparpotenzial

Auf mindestens 25% der Schweizer Exporte in die USA werden heute noch Zölle erhoben. Müssten Schweizer Firmen diese Zölle nicht mehr entrichten, falls etwa ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA geschlossen würde oder falls die Schweiz TTIP beitreten könnte, schätzt die Studie das Einsparpotenzial auf 220 Mio. $ jährlich. Begrenzte Folgen haben dürfte TTIP auf 63% der Schweizer Exporte in die USA, denn auf diese erheben die Amerikaner bereits heute keine Zölle. Das betrifft dank eines WTO-Abkommens vor allem Pharmazeutika. (sda)