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INTELLION: Schlaue Fabrik lernt dazu

Schon früh hat die St.Galler Firma Intellion Abläufe in der Industrie vernetzt – lange bevor das Internet der Dinge in aller Munde war. Die Zahl der Anwendungen steigt.
Thorsten Fischer
Intelligente Behälter und Regale sammeln Daten über die einzelnen Produkte. Das hilft den Fabriken in der Logistik. (Bild: Ralph Ribi)

Intelligente Behälter und Regale sammeln Daten über die einzelnen Produkte. Das hilft den Fabriken in der Logistik. (Bild: Ralph Ribi)

Thorsten Fischer

Ideen, was alles noch digital vernetzt werden soll, gibt es in Hülle und Fülle. Wenn es aber darum geht, tatsächlich realisierte Konzepte zu finden, die bereits seit Jahren im Einsatz stehen, wird der Kreis rasch enger. Mit der Firma Intellion ist in St.Gallen ein solcher Pionier beheimatet. Sie setzt sich schon seit dem Jahr 2000 – also 17 Jahre – mit dem Thema Internet der Dinge und Industrie 4.0 auseinander.

«Diese Begriffe waren damals in der Öffentlichkeit kaum verbreitet», erinnert sich Stephan Eisen von Intellion. Das damals auf den Markt gebrachte, erste Produkt des Unternehmens gehört aber genau in diese Kategorie: Entwickelt für die Industrie, meldet es per Funkchip, ob eine einzelne Box mit Teilen voll oder leer ist. Inzwischen hat Intellion die Anwendungen schrittweise erweitert. Nicht nur einzelne Boxen werden durch Hard- und Software intelligent gemacht. Mittlerweile sind es auch von Intellion entwickelte Regale, die erkennen, was auf ihnen lagert. Als nächster Schritt werden Arbeitsinseln und Transportbänder innerhalb einer Fabrik in das digitale Informationssystem eingebunden.

Mensch und Roboter arbeiten Hand in Hand

Das erklärte Ziel der Firma, alle Warenbewegungen automatisiert und in Echtzeit abzubilden, trifft gerade jetzt einen aktuellen Nerv: Mit der steigenden Ver-breitung von Industrierobotern braucht es exakte Angaben, damit diese die Waren am richtigen Ort abladen oder aufnehmen. Eisen erwartet, dass dabei vermehrt auch optische Erkennung zum Einsatz kommt. Bei alledem werde künftig auch der Mensch gefragt sein. Er werde aber zunehmend Arbeiten mit Robotern gemeinsam ausführen. Was auffällt: Bei Intellion – ein Spin-off des Instituts für Technologiemanagement der Universität St. Gallen – verläuft der Fortschritt nicht in heftigen Schüben, wie man sie im heutigen digitalen Wandel erwartet. Die Innovation erfolgt stattdessen mit bedachten, kontinuierlichen Schritten.

Laut Eisen, der für das operative Tagesgeschäft zuständig ist, ist das bei industriellen Anwendungen nicht ungewöhnlich. «Unternehmen investieren in ihre Fabriken mit einem langen Zeithorizont von 10 bis 15 Jahren. Entscheidend ist deshalb, dass neue Produkte kompatibel mit bestehenden Lösungen sind und das längere Zeit bleiben.» Dazu gehören auch kleine Dinge: Etwa die Batterien, die in den Produkten verbaut sind. Sie brauchen eine hohe Lebensdauer, damit sie ohne Wechsel auch nach mehreren Jahren betriebsbereit bleiben.

Empfindliches an richtigen Ort transportieren

Intellion beschäftigt mittlerweile 20 Mitarbeitende und bearbeitet Märkte in mehr als 20 Ländern. Unter anderem nutzt der deutsche Halbleiterhersteller Infineon das Fachwissen aus St. Gallen, um seine empfindlichen Waferscheiben an den richtigen Ort zu transportieren. Weitere Kunden sind ST Microelectronics oder die Befestigungstechnikkonzerne SFS und Würth, die ihre Produkte ebenfalls mit Intellion-Lösungen managen.

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