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Intakter Börsentrend auch vor den Wahlen

Börsenspiegel
Karel E. Ehmann

Die konjunkturellen Vorlaufindikatoren weisen auf eine global breit abgestützte Wachstumsbeschleunigung hin. Damit bleiben die Gewinnaussichten der Unternehmen intakt. Das grundsätzlich erfreuliche Aktienmarktumfeld könnte zwar durch die beide Präsidentschafts-Wahlrunden in Frankreich Ende April und Anfang Mai leicht getrübt werden. Der Markt hat die hiermit verbundenen politischen Unsicherheiten aber weitgehend eingepreist und dürfte auch von einem Vorstoss Marine Le Pens in die zweite Wahlrunde kaum überrascht werden.

Nach der sehr erfreulichen Kursentwicklung seit den Wahlen in den USA scheint die Trump-Euphorie ein wenig abzuflauen. Die politische Durchsetzungskraft Trumps wird nach dem Scheitern seiner Pläne, die Gesundheitsreform Obamas rückgängig zu machen, doch etwas in Frage gestellt.

Wo besonderes Potenzial liegt

Überdurchschnittliches Performance-Potenzial bieten daher weniger US-Aktien als vielmehr zyklische Märkte innerhalb der entwickelten Welt, die von der sich abzeichnenden Beschleunigung des Gewinnwachstums und der erwarteten Stärke des US-Dollars profitieren.

Hierzu gehören japanische und europäische Aktienmärkte, an deren Übergewichtung wir unverändert festhalten. Unter Bewertungsaspekten sind sie zudem preiswert. Schweizer Aktien dürften sich im Sog Europas ebenfalls überdurchschnittlich entwickeln. Sowohl Schweizer als auch europäische Obligationen bleiben dagegen unattraktiv, letz-tere aufgrund der politischen Risiken im Zusammenhang mit den wohl zähen Brexit-Verhandlungen und den Wahlen in Frankreich. Sowohl das Britische Pfund als auch der Euro könnten weiter unter Druck geraten.

Der Einfluss der Rohstoffe

Interessanter erscheinen US-Dollar-Obligationen aufgrund von Aufwertungserwartungen der Währung. Aber auch Schwellenländeranleihen sind attraktiv, vor allem wegen ihres deutlichen Zinsvorteils. Helfen sollte dort auch die erwartete Entwicklung der Rohstoffpreise, sind in dieser Region doch mehrheitlich Länder vertreten, die von steigenden Rohstoffpreisen profitieren.

Das globale Wirtschaftswachstum und das risikofreundliche Umfeld sprechen für Rohstoffe. Zudem ist diese Anlageklasse unter Bewertungssicht sehr preiswert und weist Nachholpotenzial auf. Für Gold erwarten wir hingegen Gegenwind durch steigende US-Zinsen und einem stärkeren Dollar. Dennoch hat es eine Berechtigung in einem diversifizierten Portfolio – zum Schutz vor unvorhergesehenen Ereignissen an den Börsen, die immer wieder auftreten können.

Karel E. Ehmann

Leiter Investment Center

Thurgauer Kantonalbank

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