Innovation hat oberste Priorität

Der Chef der Starrag Gruppe, Walter Börsch, will die Zukunft nicht schwarzmalen. Trotz rückläufiger Aufträge und halbiertem Gewinn rechnet er damit, das Ergebnis vom letzten Jahr in etwa zu erreichen.

Stefan Borkert
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RORSCHACHERBERG. Die Starrag Gruppe setzt weiter auf den Standort Schweiz. Nächstes Jahr zügelt die Tochter Bumotec von Sâles nach Vuadens. Die Eröffnung des neuen Werks für Ultrapräzisionsmaschinen zur Herstellung von Werkzeugen für die Uhrenindustrie, Medizintechnik und Mikromechanik ist im zweiten Semester 2016 geplant.

Aufträge für drei Quartale

Auch die Starrag sei vom starken Franken betroffen und müsse mit der Situation kämpfen, sagte Geschäftsleiter Walter Börsch gestern bei der Präsentation des Halbjahresergebnisses. Trotzdem leide man weniger als andere, da drei Viertel der Wertschöpfung im Ausland generiert werden. Die Starrag Group wies im ersten Halbjahr 2015 einen Auftragsbestand bei Neumaschinen mit einem Volumen von 220 Mio. Fr. aus. Da das Maschinengeschäft stets mit zusätzlichen Kundendienstleistungen verbunden sei, komme dieser Arbeitsvorrat gesamthaft einer soliden Grundauslastung über rund drei Quartale gleich, erklärte Börsch. Allerdings betonte er auch, dass der Auftragseingang zusehends wechsle. Grossbestellungen könnten den Auftragseingang eines einzelnen Quartals oder auch Semesters erheblich beeinflussen, so dass sich daraus nur bedingt auf das Gesamtjahr schliessen lasse. Ausserdem würden sich Kunden aufgrund ihres härteren Konkurrenzumfelds veranlasst sehen, noch sorgfältiger zu planen, was zur kurzfristigen Verschiebung von Bestellungen führen könne. Somit bleibt Börsch trotz allem noch gelassen. Zum Jahresende hin rechne er zwar mit einem leichten Rückgang, aber in lokalen Währungen gerechnet werde man das Ergebnis des Vorjahres in etwa egalisieren können.

Gewinn halbiert

Der Umsatz der Starrag Gruppe ging im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 4,3% auf 182 Mio. Fr. zurück. Währungsbereinigt wäre das trotzdem ein Plus von 3,5% Prozent. Der Gewinn sank um die Hälfte auf 3,1 Mio. Franken. Der Auftragseingang ist bei Starrag um 23% geschrumpft. Während in Europa und Nordamerika die Aufträge geringer wurden, konnte der Auftragseingang in Asien knapp gehalten werden. Um sich weiter am Markt zu behaupten, habe bei Starrag Innovation oberste Priorität, sagt Börsch.