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«Industrielle Arbeitsplätze in der Schweiz erhalten»

Starrag-Präsident Daniel Frutig über sein erstes Jahr, Alphatiere, China und Beton-Investitionen.
Laurence Marion Kaufmann

Herr Frutig Sie haben das Präsidium des Verwaltungsrats der Starrag früher angetreten als geplant. Wie war dieses erste Jahr?

Daniel Frutig: Anspruchsvoll. Natürlich hätte ich mehr Zeit gebraucht, denn als Verwaltungsratspräsident trage ich weit mehr Verantwortung. Diese verlangt eine viel intensivere Auseinandersetzung mit dem Geschäft. Der Verwaltungsrat unterstützt mich aber hervorragend.

Mit Ihrem Vorgänger Walter Fust und dem früheren Konzernchef Frank Brinken sitzen zwei mit der Starrag stark verwurzelte Führungspersönlichkeiten im Verwaltungsrat. Hat Ihnen dies die Arbeit erleichtert oder erschwert?

Frutig: Es hat die Arbeit absolut erleichtert. Beide bringen ein enormes Fachwissen mit ein. Es besteht auch kein Interessenkonflikt. Zum Beispiel hat Herr Brinken aktiv mitgewirkt, dass die Aufträge für Werkzeugmaschinen für Russland, die übrigens keinen militärischen Zwecken dienen könnten, vom Embargo befreit worden sind.

Starrag richtet sich strategisch auch auf China aus. Wird sich dies ändern angesichts der Abschwächung der chinesischen Wirtschaft?

Frutig: Nein. China wächst immer noch auf hohem Niveau und bleibt unser wichtigster Markt ausserhalb Europas. Deshalb intensivieren wir die Zusammenarbeit mit lokalen Firmen sowie Instituten und stärken auch unser Management vor Ort. Letztes Jahr haben wir Rückgänge in China teils wettgemacht mit mehr Geschäften in Indien und anderen asiatischen Märkten.

Zurück in die Schweiz: 2015 hat die Starrag 15 Millionen Franken in den Bau der neuen Fabrik in Vaudens bei Bulle investiert. Wie schätzen Sie diese Investition heute im Lichte der Frankenstärke ein?

Frutig: Die neue Fabrik bietet uns nicht nur signifikante Produktivitätsvorteile, sondern erlaubt es uns auch, Qualitätsvorschriften besser erfüllen zu können. Die Investition ist gerechtfertigt. Die neue Fabrik, welche die Bumotec und die Genfer SIP beherbergt, wird bis Ende Jahr eröffnet. Persönlich bin ich aber eher vorsichtig bei grossen Investitionen in Beton. Die Starrag muss vor allem in Innovationen, Mitarbeiter und in die Marke investieren.

Wie sehen Sie die Zukunft der Starrag am Werkplatz Schweiz?

Frutig: Die Starrag muss ihre Stärken weiter ausbauen. Unsere Fabrik am Hauptsitz in Rorschacherberg hat volle Auftragsbücher, aber wir müssen effizient bleiben. In Bulle müssen wir die industrielle Entwicklung in den Segmenten Medizinaltechnik und Mikroelektronik vertiefen. Ich bin jedoch für beide Standorte zuversichtlich. Es ist uns wichtig, dass wir die industriellen Arbeitsplätze in der Schweiz erhalten.

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