INDUSTRIE: Sulzer hofft auf die schönheitsbewusste Frau

Nach erneuten Rückgängen von Umsatz und Gewinn soll die Talsohle erreicht sein.

Drucken
Teilen

Konzernchef Greg Poux-Guillaume sagte es an der Bilanzpressekonferenz zweimal: «Sulzer wird 2017 wieder wachsen.» Damit kündigte er Neues an, denn es ist acht Jahre her, dass der Technologiekonzern ein Umsatzwachstum vermelden konnte. Und den letzten Gewinnanstieg gab es vor vier Jahren. Die Wende bringen soll nun jedoch nicht das Stammgeschäft – die Prognosen für das Kerngeschäft Sulzers im Öl- und Gasmarkt etwa mit Pumpen zeigen weiterhin abwärts –, sondern bereits getätigte Übernahmen sollen den Aufschwung herbeiführen. So hat sich Sulzer Mitte 2016 mit der deutschen Applikatorenherstellerin Geka im Gesundheits- und Kosmetikmarkt gestärkt. Poux-Guillaume: «Frauen schminken sich, ob es wirtschaftlich aufwärts oder abwärts geht.» Und das Pumpen- und das Servicegeschäft hat Sulzer Anfang Jahr mit dem französischen Pumpenhersteller Ensival Moret und der russischen Servicefirma Rotec GT ausgebaut.

Für 2017 peilt Sulzer einen höheren Betriebsgewinn, 3% bis 5% mehr Umsatz und einen um 5% bis 8% höheren Bestellungseingang an. 2016 sank der Umsatz um 3,2% auf 2,9 Mrd. Fr. und der Betriebsgewinn um 4,6% auf 115 Mio. Franken. (sda/red)