Industrie
Hohe Nachfrage nach Haushaltsgeräten: V-Zug profitiert vom Bauboom

Der Zuger Küchen- und Haushaltsgerätehersteller mit Werk in Arbon wächst sowohl in der Schweiz als auch im internationalen Geschäft und kann sich bei Umsatz wie Gewinn steigern.

Merken
Drucken
Teilen
Produktion von V-Zug-Waschmaschinen.

Produktion von V-Zug-Waschmaschinen.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 17. März 2020)

Der Küchen- und Haushaltsgerätehersteller V-Zug blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2021 zurück. Das Zuger Unternehmen mit Kühlgerätewerk in Arbon konnte dank des anhaltenden Baubooms mehr Umsatz erzielen und den Gewinn steigern. So wuchs der Nettoumsatz um 19 Prozent auf 308 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn verdreifachte sich beinahe auf gut 38 Millionen Franken, nach 13 Millionen Franken in der gleichen Vorjahresperiode. Unter dem Strich blieb ein Konzernergebnis von 34 Millionen Franken, nach gut 11 Millionen im Vorjahr.

Zum Umsatzwachstum beigetragen hätten sowohl die Sonderkonjunktur im Heimmarkt Schweiz als auch das Wachstum im internationalen Geschäft über alle Regionen (Europa, Asien/Pazifik und Nordamerika) hinweg, teilte V-Zug mit. Seit Mitte des vergangenen Jahres habe sich die Nachfrage nach Haushaltsgeräten – unterstützt durch das als unerwartete Folge der Coronapandemie stimulierte Konsumentenverhalten – stark erhöht.

V-Zug hat sich in Zug und Arbon an Covid-19-Flächentests beteiligt

Dabei konnte die V-Zug-Gruppe auch im ersten Semester 2021 Produktionsstillstände weitgehend vermeiden und die Lieferfähigkeit hochhalten. Dank Schutzkonzepten habe es seit Ende Februar nur wenige Coronafälle und quarantänebedingte Abwesenheiten in den V-Zug-Betrieben gegeben, heisst es weiter. An den Betriebsstandorten in Zug und Arbon habe sich das Unternehmen an Covid-19-Flächentests mit wöchentlichen freiwilligen Tests von bis zu 500 Mitarbeitenden beteiligt.

Für das zweite Halbjahr 2021 rechnet V-Zug mit einer «Normalisierung der überdurchschnittlich starken Nachfrage im Markt Schweiz». Erhebliche Unsicherheiten bestünden jedoch im Hinblick auf die eingeschränkten Kapazitäten und damit einhergehenden Preiserhöhungen auf praktisch allen Einkaufsmaterialien sowie Logistikdienstleistungen. Aufgrund dieser volatilen Situation verzichte man auf eine Prognose zum Jahresergebnis. (gr)