INDUSTRIE
GF erholt sich mit Elektronik und E-Mobilität

Der Schaffhauser Technologiekonzern steigerte im ersten Halbjahr seinen Umsatz um 20 Prozent.

Kaspar Enz
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Hauptsitz der GF Piping Systems in Schaffhausen. Die Division macht rund 50 Prozent des Umsatzes der GF aus.

Hauptsitz der GF Piping Systems in Schaffhausen. Die Division macht rund 50 Prozent des Umsatzes der GF aus.

Bild: PD

Auch die Georg Fischer AG kann nach einem herausfordernden 2020 aufatmen. Laut dem Halbjahresbericht haben die Umsätze des Schaffhauser Konzerns wieder annähernd auf dem Niveau das Niveau von vor der Pandemie erreicht.

Das stärkste Wachstum wies die Division GF Casting Solutions aus. Es konnte den Umsatz um fast 40 Prozent auf 459 Millionen Franken steigern. Dazu habe vor allem die schnelle Erholung der Automobilindustrie in den ersten Monaten dieses Jahres beigetragen, heisst es in der Mitteilung von GF. Stark zugelegt haben hier vor allem Komponenten für Elektromobile.

Präsenz in Wachstumsmärkten

Auch die Division Piping Systems, der wichtigste Teil des Konzerns, konnte auf ein erfolgreiches Halbjahr zurückblicken. Der Umsatz stieg um 16,2 Prozent auf 983 Millionen. Das habe auch mit der Marktpräsenz in Wachstumsbereichen wie der Mikroelektronik oder der Wasserversorgung zu tun, heisst es im Bericht.

Nicht ganz so schnell verläuft die Erholung in einigen Märkten der Division Machining Solutions. Einige Werke seien in den letzten Monaten noch nicht ganz ausgelastet gewesen, heisst es in der Mitteilung von GF. Die Division steigerte den Umsatz um 10,7 Prozent auf 393 Millionen Franken. Doch neben der Informationstechnologie, der Medizintechnik und der E-Mobilität zeige sich aber auch in der Luftfahrtindustrie eine langsame Erholung. Die Bestellungseingänge weisen auf ein robustes Wachstum hin.

GF mit starkem Ergebnis

1. HJ 2020 1. HJ 2021 Veränderung %
Auftragseingang 1 440 2 048 42,2
Umsatz 1 528 1 835 20,1
Ebit 57 141 120
Personalbestand 14 204 14 944 5,2

Insgesamt stieg damit der Umsatz des GF-Konzerns um 20,1 Prozent auf 1835 Millionen Franken an. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg um 120 Prozent auf 141 Millionen.

Lieferengpässe könnten Ergebnisse dämpfen

GF rechnet für das weitere Jahr mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung, gestützt auch auf Infrastrukturmassnahmen verschiedener Staaten. So erwartet der Konzern für das ganze Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Neben einem neuen Aufflammen der Coronapandemie gebe es aber noch einige Unsicherheiten. Insbesondere die weltweiten Engpässe in den Lieferketten könnten die Erholung dämpfen. Bereits im ersten Halbjahr sei insbesondere das Ergebnis der Division GF Casting Solutions von den steigenden Rohstoffpreisen beeinträchtigt, wie es in der Mitteilung heisst.