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Industrie 4.0 braucht Infrastruktur

Die Digitalisierung der Wirtschaft macht Fortschritte, wirft aber auch Fragen auf. So lautete der Tenor an der jüngsten Sonderveranstaltung des Thurgauer Technologieforums in Arbon.
Martin Sinzig
René Gaus von der EKT AG in Arbon. (Bild: Martin Sinzig)

René Gaus von der EKT AG in Arbon. (Bild: Martin Sinzig)

Viele Unternehmer und Geschäftsleitungen seien durch den Hype um die Industrie 4.0 aufgeschreckt und fragten sich, ob sie den Anschluss verpassten. Daniel Wessner, seit 1. August Leiter des Thurgauer Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA) und damit auch Vorsitzender des Thurgauer Technologieforums, rief zum Pragmatismus auf.

Eine der wichtigsten Aufgaben einer Führungskraft sei es, sich nicht blind von der kollektiven Aufregung um den neusten grossen Trend mitreissen zu lassen, sondern aufrichtig, unabhängig und auch kritisch zu fragen, was das eigene Unternehmen wirklich brauche, könne und wolle. Erst dann liessen sich Strategien formulieren und Geschäftsfelder definieren.

Dieselbe Stossrichtung verfolgt das Bodensee-Zentrum Innovation 4.0, das an der Hochschule Konstanz in enger Partnerschaft mit der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) und auf Initiative des Staatsministeriums Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde. Wie viel verkraften wir, wie viel brauchen wir: Diese Fragen sollen grenzüberschreitend geklärt werden, sagte Ulrich Hutschek als Leiter der neuen Organisation. Die Sonderveranstaltung des Technologieforums beschäftigte sich konkret mit der Gebäudeautomation. Als Anschauungsbeispiel diente das Corporate Center der Arbonia-Forster-Gruppe (AFG) in Frasnacht. Schon beim Bau der Konzernzentrale vor gut 20 Jahren wurden modernste Technologien verbaut. Inzwischen auf den neusten Stand gebracht, funktioniere das Gebäude heute heizungs- und lüftungstechnisch autonom. Einheitliche Benutzeroberfläche und Standardprotokolle zeichneten die aktuelle Lösung aus, sagte Christian Baumann, Mitglied der Geschäftsleitung der ausführenden KellerKom AG, Dübendorf.

Die Kombination intelligenter Technologien verspreche erhebliche Fortschritte im Gebäude- und im Mobilitätssektor, die noch vorwiegend fossile Energie nutzen, erklärte Urs Elber, Geschäftsführer des Forschungsschwerpunkts Energie der Empa sowie Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Energie & Mobilität am Paul-Scherrer-Institut. Mehr Flexibilität sei in den Energiesystemen nötig, damit etwa die im Sommer reichliche Solarenergie gespeichert und im Winter genutzt werden könne.

Das Internet der Dinge sei bereits Realität, allerdings erst im kleinen Rahmen, machte René Gaus deutlich. Er ist Leiter Bereich Netze bei der EKT AG. Damit die Möglichkeiten der Industrie 4.0 genutzt werden könnten, brauche es vor allem eine solide Infrastruktur. Dazu zählten gut ausgebaute Netze, aber auch Rechenzentren. Ein neues soll in Frauenfeld gebaut und in rund einem Jahr einsatzbereit sein.

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