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Immobilienpreise haben etwas nachgegeben

Wohneigentum scheint preislich an einen Plafond zu stossen. Das zeigt sich etwa im Thurgau. Doch es gibt Unterschiede nach Bezirken. Begehrt sind Lagen in Seenähe und mit guter Verkehrsanbindung.
Thomas Griesser Kym
Hier lässt sich's gut wohnen: Ermatingen am Untersee. (Bild: Donato Caspari (28. November 2018))

Hier lässt sich's gut wohnen: Ermatingen am Untersee. (Bild: Donato Caspari (28. November 2018))

In den vergangenen 20 Jahren ­haben sich die Preise auf dem Schweizer Markt für Wohneigentum praktisch nur in eine Richtung entwickelt: nach oben. Konkret: Seit 1998 betrug der Anstieg im nationalen Durchschnitt fast 83 Prozent. Aktuelle Daten weisen nun aber auf eine Abkühlung hin. So sind die Eigenheimpreise landesweit in den vergangenen zwölf respektive sechs Monaten (jeweils per Ende März) um je 0,4 Prozent gesunken, wie der Immobiliendienstleister Iazi errechnet hat.

Noch akzentuierter ist die Entwicklung im Thurgau, für den das Iazi im Auftrag der hiesigen Kantonalbank, der TKB, seit vergangenem Jahr einen Eigenheim-Index erstellt: Hier sind die Eigenheimpreise in den vergangenen zwölf Monaten um 1,1 Prozent gesunken und in den vergangenen sechs Monaten gar um 1,7 Prozent. Leicht rückläufig sind im Thurgau sowohl die Preise für Einfamilienhäuser als auch für Eigentumswohnungen.

Preistreiber und Preisdämpfer

Das Iazi beobachtet zwei gegenläufige Trends: Einerseits würden die Nachfrage nach Wohneigentum und damit die Preise gestützt von den tiefen Zinsen, der trotz aller geopolitischen Verwerfungen erwarteten stabilen Wirtschaft und der steigenden Zahl offener Arbeitsstellen. Andererseits wirkten erhöhte Leerstände und die verminderte Zuwanderung preisdämpfend.

Heruntergebrochen auf die einzelnen Thurgauer Bezirke zeigen sich Unterschiede. So haben die Preise für Wohneigentum im Bezirk Münchwilen in den vergangenen sechs Monaten nochmals angezogen, um 0,6 Prozent. Deutliche Rückgänge gab es dagegen in den Bezirken Kreuzlingen (–2,7 Prozent), Weinfelden (–2,2 Prozent) und Frauenfeld (–2,1 Prozent). In Arbon zeigt sich ein Minus von 1,3 Prozent.

Begehrte Lagen am See

In einer längerfristigen Perspektive freilich schwingt Kreuzlingen weiterhin obenaus. Seit 1998 sind die Eigenheimpreise in diesem Bezirk um annähernd 57 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend sind laut dem Iazi eine hohe Bevölkerungszunahme und vergleichsweise tiefe Leerstände im Grenzbezirk. Ebenfalls relativ stark gewachsen sind die Preise in den letzten 20 Jahren im Bezirk Frauenfeld mit 53 Prozent. Im ganzen Kanton sind es 49 Prozent.

Für die Zukunft misst das Iazi Einfamilienhäusern im Thurgau weiterhin stabile Aussichten zu. Besonders an begehrten Standorten in Seenähe oder guter Verkehrsanbindung an die Arbeitsplätze sei der Boden begrenzt und das Angebot entsprechend knapp. Ergo finden sich die höchsten Preise für Wohneigentum etwa in den Seegemeinden (die oft steuerlich am attraktivsten sind) zwischen Münsterlingen und Salenstein oder in den Städten Frauenfeld und Wein­felden. Günstiger sind Häuser zu haben in südöstlichen Lagen des Kantons. Betreffend Eigentumswohnungen weist das Iazi darauf hin, dass solche im Thurgau nach wie vor deutlich günstiger zu haben sind als etwa in Winterthur oder gar in Zürich.

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