Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Immobilien sind eine gefragte Anlageklasse

Im aktuellen Tiefzinsumfeld ist es anspruchsvoll, mit Unternehmens- oder gar Staatsanleihen eine angemessene Rendite zu erzielen. Deshalb gehen immer mehr Anleger höhere Risiken ein, um ihre Renditevorstellungen zu erreichen.
Werner Huber Senior Portfolio Manager Thurgauer Kantonalbank

Im aktuellen Tiefzinsumfeld ist es anspruchsvoll, mit Unternehmens- oder gar Staatsanleihen eine angemessene Rendite zu erzielen. Deshalb gehen immer mehr Anleger höhere Risiken ein, um ihre Renditevorstellungen zu erreichen. Eine Anlageklasse, die im aktuellen Umfeld gefragt ist, sind Schweizer Immobilienfonds.

29 Immobilienfonds

Das Segment der Immobilienfonds besteht heute aus 29 Fonds mit einer Marktkapitalisierung von 36,7 Mrd. Franken. Im Aktiensegment werden überdies Immobilienaktien von 16 Schweizer Gesellschaften mit einem Wert von insgesamt 14,4 Mrd. Franken gehandelt. Seit Anfang Jahr haben Immobilienfonds um 3,9% und Immobiliengesellschaften um 5,7% zugelegt. Im Gegensatz zu Schweizer Obligationen (+2,2%) oder Schweizer Aktien (–9,9%) ist das eine sehr positive Performance. 2015 bot sich das gleiche Bild: Der Wertzuwachs für Immobilienfonds respektive -aktien betrug +4,2%, respektive +10,2%. Im Vergleich zu Aktien (+2,7%) und Obligationen (+1,8%) war damit die Entwicklung ebenfalls klar positiv.

Ein gewichtiger Baustein

Ein Grund für diese weit überdurchschnittliche Performance indirekter Immobilienanlagen ist die attraktive Ausschüttungsrendite von momentan 2,6%. Historisch gesehen bewegte sich diese über die letzten zehn Jahre in einer Bandbreite von 2,5% bis 3,5%. Darüber hinaus haben Immobilienfonds eine tiefe Korrelation zu den übrigen Anlageklassen und weisen eine tiefe Volatilität auf. Immobilienfonds sind deshalb innerhalb eines gemischten Portfolios ein wichtiger Baustein, um das langfristige Rendite-Risiko-Profil zu verbessern. Viele Anleger sind bereit, einen Aufpreis (Agio) für Immobilienfonds zu bezahlen. Das Agio berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Kurswert des Immobilienfonds und dem Inventarwert. Als Gründe für die Bildung eines Agios sind verantwortlich: tägliche Liquidität, Diversifikation, Anlegerschutz sowie Steuervorteile. Haupttreiber sind jedoch die Zinsen, da die internen Bewertungssätze für die Immobilien nicht ständig dem Zinsniveau angepasst werden können. Momentan bewegt sich das durchschnittliche Agio der Schweizer Immobilienfonds bei 26%, was längerfristig gesehen eher hoch ist. Der Schnitt der letzten zehn Jahre bewegte sich zwischen 15% und 20%.

Zinsentwicklung entscheidend

Für die Einschätzung von Immobilienanlagen sind die Erwartungen zur Zinsentwicklung entscheidend. Aufgrund des Fremdkapitals bei Immobiliengesellschaften, also Kredite, sind die Zinskosten ein wesentlicher Kostenblock. Sinken die Zinsen, reduzieren sich die Kosten. Zusätzlich kurbeln tiefe Zinsen die Nachfrage nach Immobilien an, da die Hypothekarzinsen aktuell niedrig sind. Die Immobiliennachfrage kann sich dabei schneller verändern als das Angebot. Bei tiefen Zinsen kann somit rasch ein Nachfrageüberhang entstehen, was die Preise nach oben drückt. Immobiliengesellschaften können deshalb bei tiefen Zinsen nicht nur die Kosten senken, sondern auch Preisgewinne realisieren. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass steigende Zinsen das grösste Risiko von Immobilienanlagen sind.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.