Immer enger verbunden

Der Zwischenfall mit dem chinesischen Boot hat sich bei einer Inselkette ereignet, die sowohl von Japan als auch China beansprucht wird. Hintergrund des Streits zwischen beiden Ländern sind aber wirtschaftliche Interessen.

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Der Zwischenfall mit dem chinesischen Boot hat sich bei einer Inselkette ereignet, die sowohl von Japan als auch China beansprucht wird. Hintergrund des Streits zwischen beiden Ländern sind aber wirtschaftliche Interessen. Rund um die Inselgruppe gebe es reiche Fischgründe, schreibt der «Spiegel». Ausserdem würden dort umfangreiche Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Was die Lage zusätzlich brisant macht: Peking ist Tokios wichtigster Handelspartner. Japan exportierte 2009 erstmals mehr Güter nach China als in die USA. 20% der japanischen Ausfuhren gingen ins asiatische Nachbarland. Und vor allem hat China Japan inzwischen als zweitgrösste Wirtschaftsmacht verdrängt.

Insgesamt dürften die Bindungen gross bleiben.

Wie die Zeitung «China Daily» schreibt, hatte kurz vor dem Streit Chinas wichtigster politischer Berater, Jia Qinglin, für stärkere Handelsbeziehungen zu Japan plädiert. Er schlug eine grössere Kooperation in Schlüsselsegmenten vor. Dazu gehören die Energieeffizienz, der Umweltschutz und der Schutz geistigen Eigentums. China und Japan seien in ihrer Wirtschaftsstruktur «hochkompatibel», hiess es. (red.)