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«Immer die richtige Grösse haben»

Heute abend findet die 5. Generalversammlung der Bank Acrevis statt. Verwaltungsratspräsident Markus Isenrich sieht die Konsolidierungsphase nach der Fusion so gut wie abgeschlossen und setzt auch in Zukunft auf Wachstum.
Stefan Borkert
Markus Isenrich verfolgt eine marktangepasste Wachstumsstrategie. (Bild: Ralph Ribi)

Markus Isenrich verfolgt eine marktangepasste Wachstumsstrategie. (Bild: Ralph Ribi)

Herr Isenrich, die Acrevis ist inzwischen gut aufgestellt. Wo hat die Strategie nach der Fusion von Bank CA und Swissregiobank gut gegriffen?

Markus Isenrich: Das Ziel vor fünf Jahren war die Gründung einer starken, effizienten und für die Zukunft gewappneten Bank. Das ist uns gelungen. Wir sind nun für künftige Marktbedingungen und Regulationsvorschriften gewappnet. Dazu gehört auch die Kapitalerhöhung vom 11. April. Trotz des schwierigen und anspruchsvollen Umfelds mit Tief- und sogar Negativzinsen haben wir ein positives Resultat erwirtschaftet, den Geschäftserfolg gesteigert und die eigenen Mittel ausgebaut.

Acrevis hat neue Produkte auf den Markt gebracht und Banken akquiriert. Hat sich das ausgezahlt?

Isenrich: Auf jeden Fall. Wir haben beide Banken erfolgreich integriert und mit dem neuen Beratung- und Anlagemodell Acrevis Spektrum haben wir ein innovatives Produkt auf den Markt gebracht. Das sind aber nur einige Highlights. Für die Vorgängerbanken wäre das im Alleingang nicht oder nur sehr beschränkt möglich gewesen.

In welchem Bereich mussten Sie nach der Fusion nachbessern?

Isenrich: Nachbessern mussten wir eigentlich gar nicht. Ein noch immer laufender Prozess ist die Führungs- und Kulturentwicklung. St. Gallen musste lernen, dass es ausser der Stadt noch etwas anderes gibt und im Toggenburg sollte vermieden werden, dass es heisst, jetzt werden wir auch noch von St. Gallen bestimmt. In diesem Prozess wurden Werte, Vision und Mission überprüft und aktualisiert.

Was sind die strategischen Ziele für die kommenden fünf Jahre?

Isenrich: Wir haben eine rollende Planung und schauen jedes Jahr an. Wir wollen uns im anspruchsvoll bleibenden Markt erfolgreich behaupten. Wo wir ganz vorne mit dabei sind ist die Digitalisierung. Hier können wir Zeichen setzen indem wir nicht nur neue elektronische Möglichkeiten anbieten, sondern indem wir diese mit unserer Beratungskompetenz kundenorientiert kombinieren. Wir wollen uns zwischen Bodensee und Zürichsee als die wertvollste Bank positionieren und behaupten.

Mit welchen Massnahmen, Produkten, können Sie der Niedrig- bis Negativzinsphase begegnen?

Isenrich: Gegen den Strom schwimmen können auch wir nicht. Negativzinsen gibt es bei uns nur dann, wenn wir von der SNB auch entsprechend belastet werden. Im Anlagebereich haben unsere Spezialisten interessante sogenannte Alternative Produkte im Angebot, mit denen Performancechancen und die Diversifikation verbessert werden. Konkret erfolgt das mit Acrevis Spektrum, einem ganz auf das individuelle Risikoprofil ausgerichteten Beratungs- und Anlagemodell.

Also eher ein sicherer Hafen, als eine hohe Rendite?

Isenrich: So in etwa. Wichtig in Phasen der Unsicherheit und der höheren Wahrscheinlichkeit von Verwerfungen ist tatsächlich die Überlegung, dass dem Kapitalschutz doch noch grössere Bedeutung beigemessen werden sollte, als überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.

Grösse war ja ein Argument für die Fusion. Ist die jetzige Grösse nachhaltig konkurrenzfähig am Markt?

Isenrich: Ja, das ist sie. Aber es ist und bleibt ein ökonomisches Grundgesetz, dass ein gesundes Wachstum für eine erfolgreiche Zukunft notwendig ist. Wir sind ja eigentlich überhaupt noch nicht gross. Unser Ziel bleibt es immer, gerade die richtige Grösse anzustreben, um erfolgreich wachsen zu können.

Also stehen weiter Akquisitionen an, etwa die Bank Alpha Rheintal?

Isenrich: Die Alpha Rheintal Bank ist aufgrund unserer Verbundenheit mit der gemeinsamen Tochter Finanz-Logistik unsere befreundete und am nächsten stehende Partnerbank. Wir arbeiten eng und gut zusammen.

Sie wäre die erste Wahl?

Isenrich: Solche Gedankenspiele sind nicht unser Ding. Wir äussern uns nie zu diesbezüglichen Überlegungen. Freunde tauschen sich bilateral über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft aus, nicht in der Öffentlichkeit.

Ist die Acrevis politisch aktiv im Sinne, dass kleinere Inlandbanken mit weniger aufwendigen Auflagen versehen werden, als international tätige Grossbanken?

Isenrich: Ja, wir sind aktiv. Unser Vorsitzender der Geschäftsleitung, Stephan Weigelt, ist Verwaltungsrat der Schweizerischen Bankiervereinigung und vertritt die Regionalbanken in der Gruppe «Koordination Inlandbanken», der auch die Kantonalbanken und Raiffeisen angehören. Das Engagement dort ist sehr hoch.

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