«Immer an die Firma geglaubt»

Seit bald 30 Jahren baut die Tägerwiler Tec-Sem AG Maschinen für die Halbleiterbranche. Vom Start dabei ist Werner Herzog. Der 56jährige Projektleiter ist der Firma trotz zyklischer Schwankungen und mehrerer Besitzerwechsel treu geblieben.

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Werner Herzog Projektleiter bei der Tec-Sem AG (Bild: pd)

Werner Herzog Projektleiter bei der Tec-Sem AG (Bild: pd)

Seit bald 30 Jahren baut die Tägerwiler Tec-Sem AG Maschinen für die Halbleiterbranche. Vom Start dabei ist Werner Herzog. Der 56jährige Projektleiter ist der Firma trotz zyklischer Schwankungen und mehrerer Besitzerwechsel treu geblieben.

Herr Herzog, macht es Sie stolz, dass Sie zu einer Firma gehören, die weltweit in ihrer Nische führend ist?

Ich bin schon ein bisschen stolz, dass wir als kleine Firma am Bodensee für die grössten Halbleiterhersteller der Welt Maschinen bauen. Dass wir intern das nötige Know-how und Personal für die mechanische und elektronische Konstruktion sowie für die Software haben, ist unsere grosse Stärke.

Denken Sie immer gleich an die Tec-Sem, wenn Sie ein technisches Gerät benutzen?

Wir liefern zwar Maschinen für die Fabrikation von Computer- und Speicherchips. Aber wenn ich ein Smartphone oder einen PC benutze, dann denke ich nicht gleich an unsere Firma. Es gibt für mich auch ein Leben neben der Hochtechnologie, nämlich Familie und Freizeit.

Vor 30 Jahren sind Sie bei einer Vorläuferin der Tec-Sem eingestiegen. Wie kam es dazu?

Ich kannte den Firmengründer Jakob Blattner von meiner Lehrzeit bei der Mowag in Kreuzlingen. Es war für mich als Konstrukteur spannend, bei Blattners Konstruktionsbüro in Ermatingen einzusteigen. Die Kunden stammten damals aus dem ganzen Spektrum der Industrie. Es war noch nicht absehbar, dass es in Richtung Halbleiterbranche geht.

Ist es nicht aussergewöhnlich, dass Sie in dieser extrem zyklischen Branche Ihrem Arbeitgeber immer treu geblieben sind?

Das kann man schon sagen. Ich war immer flexibel und hatte verschiedene Funktionen inne, vom Konstruktionsleiter übers Produktengineering bis zur Produktions- und Projektleitung. Ich habe immer an die Firma geglaubt, und das habe ich bis heute nicht bereut. Ich fühle mich immer noch wohl hier.

Welches sind die wichtigsten Meilensteine der Tec-Sem?

Den Einstieg in den Halbleitermarkt fanden wir mit einem Grossauftrag der damaligen IBM in Böblingen. Ein weiterer grosser Schritt war die Integration in die Stäubli-Gruppe in Horgen, wo es darum ging, dort die Herstellung unserer Produkte aufzubauen. Nach mehreren Besitzerwechseln hat sich die Tec-Sem als selbständiges Unternehmen etabliert. Zudem beliefern wir heute die Chiphersteller in Asien und in den USA direkt. (msi.)

SG - Thema Businesslunch Besteck Gabel Serviette gedeckter Tisch bei Nett Restaurant Schützengarten (Bild: Ralph Ribi)

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