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Im Wirbel der Märkte

Kommentar

Peter Spuhler hat in seinen 30 Jahren als Chef von Stadler vieles richtig gemacht, wenn nicht gar das meiste. Davon zeugt allein schon das Wachstum der Firma: Aus der kleinen Werkstätte mit 18 Angestellten, die Spuhler 1989 übernommen hat, ist ein Konzern mit über 7000 Mitarbeitenden und über zwei Milliarden Franken Umsatz gewachsen. Auch Durststrecken wie Rückgänge der Aufträge zum Beispiel von Staatsbahnen aus Westeuropa während der Finanzkrise oder die Frankenstärke hat Spuhler gemeistert – und das ohne Entlassungen.

Doch das kontinuierliche Wachstum hat Stadler verändert. Und die Märkte. Das Unternehmen ist global aufgestellt, mit Werken in vielen Ländern auf mehreren Kontinenten. Baute Stadler zu Beginn lediglich Triebwagen, so umfasst die Produktepalette heute auch Trams, Zahnrad- und U-Bahnen, Loks, Hochgeschwindigkeitszüge usw. Digitalisierung, Sicherheit oder Signaltechnik spielen eine immer wichtigere Rolle – was zudem die Komplexität der Ausschreibungen erhöht. Und der Kampf um Aufträge wird mit zunehmend härteren Bandagen geführt. Dabei drängt der chinesische Staatskoloss CRRC immer heftiger auf Auslandmärkte vor, und Bombardier und Siemens wälzen Pläne zur Vereinigung ihrer Bahnsparten.

Angesichts dieser wirbelnden Märkte ist es sinnvoll, dass sich Spuhler etwas entlastet und die operative Konzernführung in neue Hände legt. Zumal mit Thomas Ahlburg ein Nachfolger bereitsteht, dessen beruflicher Leistungsausweis darauf schliessen lässt, dass dieser Mann sein Metier versteht. Als Ahlburg 2012 zu Stadler stiess, gab Spuhler auch die Leitung der Division Schweiz ab, an Markus Bernsteiner. Insofern ist der Wechsel an der operativen Spitze ein nächster, folgerichtiger Schritt.

Konzentriert aufs Verwaltungsrats­präsidium kann sich Spuhler verstärkt den strategischen Aufgaben widmen. Denkbar, dass dereinst auch Projekte wie grössere Übernahmen aufs Tapet gelangen – oder ein Börsengang, mit dem Spuhler die Frage seiner Nach­folge in der Eigentümerschaft lösen könnte. Vorläufig bleibt indessen klar: Solange er Mehrheitsaktionär ist von Stadler, wird Präsident Spuhler auch in zentralen operativen Fragen weiterhin ein gewichtiges Wort mitreden.

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