Im Fleischskandal wird ermittelt

Im Skandal um falsch deklariertes Fleisch werden die Ermittlungen in Frankreich und England verschärft. Verkauft wurden die Produkte unter der Marke Findus. Diese steht aber in keinem Zusammenhang mit der Schweizer Findus.

Thorsten Fischer
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Lasagne-Packung in einem französischen Laden: Was ist genau drin? (Bild: epa)

Lasagne-Packung in einem französischen Laden: Was ist genau drin? (Bild: epa)

LONDON. Laut Etikett sollten die in Europa angebotenen Tiefkühlprodukte, beispielsweise Lasagne, Rindfleisch enthalten. Überprüfungen in Grossbritannien ergaben dann aber, dass die Erzeugnisse bis zu hundert Prozent Pferdefleisch enthielten. Nun laufen die vertieften Untersuchungen, wie es zu einer falschen Deklaration des Fleischs kommen konnte. Das Fleisch stammt von einem französischen Verarbeiter, der sich wiederum durch seine Lieferanten getäuscht sieht. Die Behörden haben die Untersuchungen in Europa daher ausgeweitet. In den britischen Handel kamen die Produkte unter der Marke Findus.

Ein separates Unternehmen

In der Schweiz wird der Name Findus rasch mit dem traditionsreichen Herstellbetrieb in Rorschach verbunden. Wie das Unternehmen klarstellt, gehört Findus Grossbritannien allerdings nicht wie Findus Schweiz zur Nestlé-Gruppe. Vom europäischen Skandal ist sie somit nicht betroffen. Findus Schweiz erklärt, nach welchen Vorgaben ihre Produktion abläuft.

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