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Hypothekarzinsen fallen auf Rekordtief

Neue Zahlen zeigen: Noch nie war der Traum vom Eigenheim derart erschwinglich. In Extremfällen gibt es sogar Negativzinsen.
Ein Wohnquartier im Sonnental, das zur Gemeinde Oberbüren im Kanton St. Gallen gehört. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Wohnquartier im Sonnental, das zur Gemeinde Oberbüren im Kanton St. Gallen gehört. (Bild: Benjamin Manser)

Noch nie war es in der Schweiz so günstig, Hypotheken aufzunehmen. Die Zinsen für Festhypotheken sind im Juli auf neue Tiefststände abgerutscht. Dies zeigt neue Zahlen des Onlinevergleichsdiensts Moneyland. Der eigene Hypotheken-Index fällt ungebremst von einem Tief ins nächste. Lag der durchschnittlich berechnete Richtzinssatz für fünfjährige Festhypotheken Mitte Oktober 2018 noch bei 1,19 Prozent, fiel er nun auf 0,96 Prozent.

Stark nach unten gehen auch die Zinsen für zehnjährige Festhypotheken. Da rutschte der Richtsatz im selben Zeitraum um 0,62 Prozentpunkte auf nun noch 1,08 Prozent ab. Damit seien in beiden Laufzeiten neue Allzeittiefstwerte erreicht worden. Tiefststände sind auch bei Festhypotheken mit kurzen und besonders langen Laufzeiten zu sehen. Der durchschnittliche Zinssatz für eine zweijährige Festhypothek beträgt laut Moneyland noch 0,91 Prozent, und für eine 15-jährige Hypothek bezahlt man nur noch 1,37 Prozent pro Jahr. Tiefstwerte weist auch der Vergleichsdienst Comparis aus. Der erhobene Richtsatz für zehnjährige Hypotheken belief sich per Ende Juni auf 1,10 Prozent nach 1,20 Prozent per Ende März.

Nach wie vor biete es sich für Hausbesitzer an, die Angebote am Markt zu vergleichen. Denn zwischen den einzelnen Banken und Versicherern gebe es deutliche Unterschiede. Die Sätze von fünfjährigen Festhypotheken schwanken laut Moneyland je nach Anbieter zwischen 0,54 und 1,20 Prozent, jene von zehnjährigen Hypotheken zwischen 0,83 und 1,30 Prozent.

In Extremfällen gibt es sogar Negativzinsen

Mittlerweile sind bereits erste Fälle von negativen Zinsen für Hypothekarkredite bekannt geworden. Ein Unternehmen wollte eine Bankenhypothek über 50 Millionen Franken ablösen, die mit einem Grundstück gesichert war (diese Zeitung berichtete). Eine Pensionskasse griff zu – zu einem negativen Zins von 0,2 Prozent. Sie zahlt also jährlich etwas, um ihr Geld ausleihen zu dürfen. Und nicht etwa an den Schweizer Staat, dessen Anleihen als sicher gelten. Sondern an ein privates Unternehmen.

Nicht ganz so schnell wie die Hypothekarzinsen werden die Mieten sinken. Doch der Abwärtsdruck auf die Zinsen macht sich auch dort bemerkbar. Der hypothekarische Referenzzinssatz wird nochmals um einen Viertelpunkt sinken. Mieter können erneut eine Senkung verlangen. Die Frage ist nur, wann genau der Zeitpunkt da ist. Der Schweizerische Mieterverband glaubt, es werde entweder im März oder dann spätestens im Juni 2020 so weit sein. (sda/nav)

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