Huber+Suhner mit hartem Jahr

Der Kabelhersteller Huber+Suhner hat im vergangenen Jahr trotz Sofortmassnahmen einen Umsatz- und Auftragsrückgang hinnehmen müssen.

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HERISAU. Der Ostschweizer Technologiekonzern Huber+Suhner zahlte im vergangenen Geschäftsjahr wie andere Unternehmen den Tribut für den starken Franken. Der Umsatz reduzierte sich um rund 6%. Zu konstanten Währungskursen beträgt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr noch 2%. Stark eingebrochen ist der Auftragseingang, und zwar um 9% auf 703 Mio. Franken. Das teilt das Unternehmen gestern in einem Communiqué mit.

Situation stabilisiert

Die Geschäftssituation habe sich nach dem Frankenschock und dank zügig eingeleiteter Massnahmen im Laufe des Jahres stabilisiert, heisst es. Das Unternehmen starte aus einer soliden Position heraus ins Geschäftsjahr 2016.

Das Herisauer Unternehmen war eine von vielen Firmen, die nach der Aufhebung des Euromindestkurses die Arbeitszeiten vorübergehend ausgedehnt hatten. Doch die Mitarbeitenden des Kabelherstellers müssen nur noch bis Ende Februar rund drei Stunden länger arbeiten.

Massnahmen zeigen Wirkung

Ab März dauert eine Arbeitswoche wieder 40 Stunden. «Gleichzeitig zur Rückkehr zur 40-Stunden-Woche wird auch die befristete Reduktion der Managementvergütungen von zehn Prozent wieder aufgehoben», sagt Mediensprecherin Karin Freyenmuth. Darüber hinaus entfalten nun auch die im Mai 2015 eingeleiteten strukturellen Massnahmen sukzessive ihre Wirkung. Sie würden im 2016 die Einsparungen kompensieren, die im 2015 mit den Sofortmassnahmen erzielten worden seien. «Der Kostendruck an den Standorten in der Schweiz wird jedoch hoch bleiben, und Personalrekrutierungen werden weiterhin sehr sorgfältig geprüft», sagt Freyenmuth. Dank deutlichem Umsatzwachstum in Indien und Südostasien habe der Kommunikationsmarkt vergangenes Jahr zugelegt, sagte Freyenmuth. Die im Oktober übernommene Firma Cube Optics sei sehr dynamisch gewachsen.

China unter Erwartungen

Unter den Erwartungen entwickelte sich hingegen der chinesische Markt für den Kommunikations- und Transportbereich. In Europa seien zwar wichtige neue Bahnaufträge gewonnen worden, aber auch verschiedene Grossprojekte ausgelaufen. Insgesamt ging das Geschäftsvolumen im Transportmarkt zurück. Der Umsatz im Industriemarkt war ebenfalls rückläufig. Huber+Suhner führt das nebst den Währungseffekten auch auf die schwache Nachfrage in der Mess- und Prüftechnik zurück. (tn)

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