Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Huber + Suhner hat weniger verkauft, aber mehr verdient

Trotz Rückgängen des Umsatzes und des Auftragseingangs zeigt der Technologiekonzern Zuversicht. Denn die Margen zeigen nach oben.
Thomas Griesser Kym
Blick in die Produktionsprüfung von Huber + Suhner am Standort Herisau. (Bild: PD)

Blick in die Produktionsprüfung von Huber + Suhner am Standort Herisau. (Bild: PD)

«Ein gemischtes erstes Halbjahr» liegt hinter Huber + Suhner. Mit jeweils knapp 450 Millionen Franken hat der Technologiekonzern zwar 13 Prozent weniger Aufträge erhalten und 6 Prozent weniger umgesetzt als in der Vorjahresperiode.

Doch dank verstärkter Konzentration auf Geschäfte mit höheren Margen sind das Betriebsergebnis (+8 Prozent auf 48 Millionen) und der Reingewinn (+18 Prozent auf 37 Millionen) gestiegen) und damit auch die Rentabilität. Konzernchef Urs Ryffel zieht denn auch deshalb und über einen längeren Zeitraum betrachtet «ein positives Fazit».

Rückgänge in Asien

Hauptgrund für das tiefere Geschäftsvolumen ist das allmähliche Auslaufen des Ausbaus der 4G-Mobilfunk-Infrastruktur in Indien. Dieses Projekt, das man gemeinsam mit Samsung betreibt, hat im ersten Semester je 40 Millionen Franken weniger Umsatz und Aufträge generiert als in der Vorjahresperiode. Ferner zeigt der chinesische Bahnmarkt eine leichte Abschwächung. Wegen der Entwicklungen in Indien und China hat Huber + Suhner den Umsatzanteil in Europa wieder gesteigert, zu Lasten jenes in Asien (siehe Grafik).

Verschiebung von Asien nach Europa

Umsatzanteile in Prozent
1. Halbjahr 2018
1. Halbjahr 2019
EuropaAsien-PazifikAmerika01020304050

Dynamischer entwickeln sich Geschäftsfelder, in denen Huber + Suhner mit seinen Kabeln, Steckern, Antennen usw. «Wachstums­initiativen» lanciert hat. Dazu zählen Rechenzentren, Smart Cells für den 5G-Mobilfunk in Städten, Hochvolt-Verteilsysteme für Elektrofahrzeuge, das Segment Luft- und Raumfahrt und Wehrtechnik oder Kabel für Extrembedingungen auf Bohrinseln und in Offshore-Windparks. Gut laufen zudem Produkte für die Prüf- und Messtechnik, die ein Vorläufer ist des Kommunikationsmarkts. Er­go erhofft sich Huber + Suhner gute Geschäfte aus dem 5G-Roll-out.

Der Standort Schweiz bleibt

Mit 30 Prozent der Kosten, aber nur 10 Prozent des Umsatzes in Franken plagt dessen Stärke auch Huber + Suhner. Doch will man am Standort Schweiz mit 1200 der 4665 Mitarbeitenden festhalten und hier weiterhin einen beträchtlichen Teil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung investieren. Dafür will man im Jahr insgesamt 4 bis 5 Prozent des Umsatzes aufwenden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.