Horner Envergate AG meldet Konkurs

HORN. «Das Produkt wäre erfolgreich», sagt Werner Odermatt, Geschäftsführer der Envergate AG. Das Horner Unternehmen entwickelt Windräder mit vertikalen Flügeln. Bereits 30 Anlagen produzieren weltweit Strom. Trotzdem musste Odermatt Ende Januar Konkurs anmelden. «Wir hatten kein Geld mehr», sagt er.

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Ein Windrad von Envergate. (Bild: pd)

Ein Windrad von Envergate. (Bild: pd)

HORN. «Das Produkt wäre erfolgreich», sagt Werner Odermatt, Geschäftsführer der Envergate AG. Das Horner Unternehmen entwickelt Windräder mit vertikalen Flügeln. Bereits 30 Anlagen produzieren weltweit Strom. Trotzdem musste Odermatt Ende Januar Konkurs anmelden. «Wir hatten kein Geld mehr», sagt er.

«Die erste Generation unserer Windräder war noch sehr teuer», sagt Werner Odermatt. Die neuste Generation sollte preisgünstiger sein. Envergate hatte sie extern produzieren lassen. «Doch da sind Fehler passiert. Die Windräder funktionieren nicht.» Der Kunde stieg aus, das Geld fehlte. Aber er will nicht aufgeben. «Wir verhandeln mit Investoren über eine Nachfolgefirma.» Diese soll die neuste Generation der vertikalen Windräder doch noch zur Marktreife führen. Anfragen möglicher Kunden seien vorhanden, sagt Odermatt. «Wir können aber jetzt nicht sagen, wann wir liefern können.» Die Verhandlungen mit den Investoren seien aber auf gutem Weg.

Acht Mitarbeitende beschäftigt das Unternehmen, «die sind jetzt beim Arbeitsamt», sagt Werner Odermatt. Sollte der Neuanfang gelingen, «machen wir ihnen sofort ein Angebot. Denn es sind Know-how-Träger.» Dieses Know-how soll auch in Horn bleiben, sagt Odermatt.

Envergate wurde 2009 gegründet. Gründer Roman Bühler liess sich vom Flugzeugbau inspirieren und wollte neuartige Windturbinen entwickeln: Sie drehen sich horizontal um ihre Achse und gleichen eher einem Zylinder als einem Rad. Die Windkraftanlagen der Envergate sind leiser und für Vögel weniger gefährlich als herkömmliche Modelle. (ken)