Hohmeister lässt erfolgreiche Swiss zurück

ZÜRICH. Mit Harry Hohmeister verliert die Fluggesellschaft Swiss einen der Wegbereiter ihres Erfolgs. Nebst profundem Wissen verfügt Hohmeister über etwas, das es nirgends zu lernen gibt: die Leidenschaft für die Fliegerei.

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ZÜRICH. Mit Harry Hohmeister verliert die Fluggesellschaft Swiss einen der Wegbereiter ihres Erfolgs. Nebst profundem Wissen verfügt Hohmeister über etwas, das es nirgends zu lernen gibt: die Leidenschaft für die Fliegerei. Kein Wunder also, hole die Muttergesellschaft Lufthansa den verlorenen Sohn zurück, sagen Kenner.

Hohmeister kennt die Lufthansa von der Pike auf. Nach dem Abitur und dem Wehrdienst hat der Deutsche 1985 bei der Lufthansa angefangen. Er absolvierte die Lehre als Luftverkehrskaufmann und arbeitete sich hoch bis zum Chef des Bereichs Netzwerkplanung. Im Jahr 2000 machte Hohmeister einen Abstecher zu den Thomas Cook Airlines. Fünf Jahre später stiess er dann zur Swiss und übernahm als Leiter des Netzwerkressorts eine Schlüsselposition des Unternehmens. Am 1. Juli 2009 schliesslich wurde Hohmeister Chef der Airline.

Eine gesunde Fluggesellschaft

Unter Hohmeisters Führung befand sich Swiss im Steigflug. Von 2009 bis 2014 steigerte die Airline den Umsatz um einen Fünftel auf 5,2 Mrd. Franken. Das operative Ergebnis schoss gar um über das Doppelte von 146 Mio. auf 347 Mio. Fr. nach oben. Dabei half allerdings die geänderte Abschreibungspolitik der Lufthansa-Gruppe. Seit 2014 werden neue Flugzeuge und Reservetriebwerke über 20 Jahre statt bisher über 12 Jahre abgeschrieben, was jährlich geringere Abschreibungen mit sich bringt. Die Zahl der Passagiere hat die Swiss seit 2009 um 17% auf den Rekord von 16,17 Millionen gesteigert. Unter Hohmeisters Ägide wurden über 1000 Stellen geschaffen. Ende 2014 hatte die Swiss 7000 Vollzeitstellen. (sda)