Höhere Auflösung soll TV-Kunden bei Laune halten

ZÜRICH. Nach dem Flop mit 3D-Geräten setzt die Fernsehgeräteindustrie nun auf das ultrahochaufgelöste TV (4K oder UHD genannt). Es bietet bessere Auflösung und brillantere Farben als das herkömmliche HD-Fernsehen. Die Inhalteanbieter Sunrise und Swisscom bringen UHD-TV im nächsten Jahr.

Johannes Brinkmann/sda
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ZÜRICH. Nach dem Flop mit 3D-Geräten setzt die Fernsehgeräteindustrie nun auf das ultrahochaufgelöste TV (4K oder UHD genannt). Es bietet bessere Auflösung und brillantere Farben als das herkömmliche HD-Fernsehen. Die Inhalteanbieter Sunrise und Swisscom bringen UHD-TV im nächsten Jahr. Sunrise kündigte am Montag an, im ersten Quartal eine UHD-fähige TV-Empfangsbox zu lancieren. Die Zahl der UHD-TV-Sender stehe noch nicht fest, sagte Sunrise-Sprecher Roger Schaller auf Anfrage. Wie beim Wechsel von der Standardauflösung zum HD-Fernsehen werde es mit der Zeit immer mehr Sender mit der neuen Technik geben.

Dirk Wierzbitzki, der Leiter des Festnetzgeschäftes für Privatkunden der Swisscom, betonte gestern vor den Medien: «Die Konsumenten wollen sich das Kino nach Hause holen.» Dafür brauche es UHD-TV. Denn seit der Einführung der Flachbildschirme seien diese immer grösser geworden. «Mit den zunehmend grösseren Bildschirmen hat aber die Bildqualität nicht Schritt gehalten.» Die gleiche Anzahl Bildpunkte werde auf eine immer grössere Fläche gedehnt. Dadurch werden die einzelnen Pixel grösser, die Bildschärfe leidet. Hier bringt UHD Abhilfe, das vier Mal so viele Pixel hat wie ein HD-Fernsehbild. Zudem werden mit der neuen Technik HDR (High Dynamic Resolution) der Kontrast erweitert und die Farbvielfalt erhöht.

Der Nachteil an der neuen Fernsehwelt ist die zu übertragende Datenmenge. Während es für einen HD-Sender heute eine Bandbreite von 9 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) braucht, sind für einen UHD-Sender 25 bis 30 Mbit/s nötig. Zu Beginn dürften zwei Drittel der Haushalte auf dem Swisscom-Netz UHD-TV empfangen können, sagte Wierzbitzki. Starten will die Swisscom im nächsten Frühling.