Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Hochverzinsliche Anleihen sind attraktiv

Die Geldpolitik hält die Renditenjagd in Schwung, während die Weltkonjunkturaussichten sich zuletzt wieder etwas aufgehellt haben. Die Assetklasse bleibt für diversifizierte Portfolios weiter attraktiv.
Mikio Kumada LGT Capital Partners

Die Geldpolitik hält die Renditenjagd in Schwung, während die Weltkonjunkturaussichten sich zuletzt wieder etwas aufgehellt haben. Die Assetklasse bleibt für diversifizierte Portfolios weiter attraktiv.

Hochverzinsliche Anleihen beziehungsweise High Yield Bonds sind auch als «Schrottanleihen» bekannt. Die Bonität der Emittenten wird generell als adäquat bis schlecht eingestuft. Kommt es zu einem Zahlungsausfall, werden Gläubiger gegenüber Aktionären prioritär behandelt. Wie viel Kapital im Extremfall zurückbezahlt wird, hängt vom Schuldner und dem Konjunkturumfeld ab, beträgt im historischen Schnitt aber rund 40%. Als Entschädigung für das Risiko winkt ein höherer Zins.

Inmitten der international vorherrschenden Tief- und Negativzinspolitik haben die Zinsen von Schuldnern mit guter Bonität historische Tiefststände erreicht. Mittlerweile notieren sogar über 20% des globalen Anleiheuniversums im negativen Renditebereich. Mit den jüngsten Ausweitungen der quantitativen Lockerungsprogramme in Europa und Japan hat sich dieser Trend nochmals verschärft, und die Investoren müssen sich somit immer tiefer ins Risikospektrum vorwagen. Das Interesse an hochverzinslichen Anleihen dürfte auch in Zukunft gross bleiben. Unter besonderer Beobachtung steht aktuell der dominierende US-Markt, welcher im Zuge der Ölpreisbaisse stark unter Druck geraten war. Obwohl der Rohstoffbereich nur einen Bruchteil ausmacht, halten sich Sorgen um einen bevorstehenden Ausfallzyklus. Tatsächlich sind die Ausfallraten im Energiesektor stark angestiegen, bleiben für den Rest des Marktes aber weiter auf historisch tiefem Niveau. Zudem scheint der Ölpreis mittlerweile einen Boden gefunden zu haben, was den notleidenden Emittenten etwas Luft verschafft. So ist wohl ein lediglich flacher, im Rohstoffbereich konzentrierter Ausfallzyklus zu erwarten. Insgesamt überkompensieren derzeit die Kreditrisikoprämien generell die zu erwartenden Ausfälle und bieten einen adäquaten Puffer.

Die Geldpolitik dürfte weltweit expansiv bleiben, während die US-Notenbank nur zaghaft Zinserhöhungen vornehmen dürfte. Nach der deutlichen Spread-Verengung seit Januar würde eine temporäre Konsolidierung in naher Zukunft nicht überraschen. Unter dem Strich stellen hochverzinsliche Anleihen für Anleger mit entsprechender Risikotoleranz weiterhin eine attraktive Anlagemöglichkeit dar.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.