SCHULDEN
Einigung mit Banken: Hochdorf verschafft sich Luft bei der Finanzierung

Der Milchverarbeiter kann sich bei der Erfüllung seines Verschuldungsgrads Zeit bis Ende Jahr lassen und schiebt die Zinszahlung für eine Anleihe auf.

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Der Milchverarbeiter Hochdorf kämpft nach wie vor um seine finanzielle Gesundung.

Der Milchverarbeiter Hochdorf kämpft nach wie vor um seine finanzielle Gesundung.

Bild: Brigit Willimann

Der Milchverarbeiter Hochdorf mit Werk in Sulgen hat sich mit den Konsortialbanken über eine Aussetzung der Prüfung der Finanzkennzahl «Verschuldungsgrad» per Mitte Jahr geeinigt. Per Ende Jahr blieben die Finanzkennzahlen aber unverändert bestehen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung des finanziell angeschlagenen Unternehmens gingen davon aus, die per Ende Jahr geforderten Finanzkennzahlen einhalten zu können.

Für den Konsortialkredit gelten der Eigenfinanzierungsgrad und der Verschuldungsfaktor als Finanzkennzahlen. Der Verschuldungsfaktor gilt laut den Angaben als verletzt, wenn die Effektivverschuldung Hochdorfs per Ende 2021 grösser ist als vier Mal der Cashflow. Für die Eigenkapitalquote gelten per Ende Jahr 40 Prozent.

Nach den Aktionären müssen auch die Obligationäre warten

Zudem hat Hochdorf die jüngste, am 21. Juni fällige Zinszahlung für eine 2017 emittierte Hybridanleihe mit ewiger Laufzeit und erster Rückzahlungsmöglichkeit nach 5,5 Jahren aufgeschoben. Dies, weil auch die Aktionäre in den vergangenen drei Jahren keine Dividende erhalten hätten. (red.)