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Hilti lässt Rekorde purzeln

Der Liechtensteiner Baugerätehersteller Hilti blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Firmengeschichte zurück.
Stefan A. Schmid
Blick ins Hilti-Werk im vorarlbergischen Thüringen, das 450 Mitarbeitende und 70 Lernende beschäftigt. (Bild: PD)

Blick ins Hilti-Werk im vorarlbergischen Thüringen, das 450 Mitarbeitende und 70 Lernende beschäftigt. (Bild: PD)

Stefan A. Schmid

Nahe dran war man bei Hilti schon einmal. 2008 stand der Hersteller der legendären roten Bohrmaschinen kurz davor, die Marke von 5 Milliarden Franken beim Umsatz zu überspringen. Doch dann machten die globale Finanzkrise und die Probleme der Eurozone inklusive starker Frankenaufwertung Hilti einen dicken Strich durch die Rechnung. Nun aber ist es vollbracht: Im vergangenen Jahr erreichte der Umsatz zum ersten Mal in ­der 77-jährigen Firmengeschichte über 5 Milliarden. Konzernchef Christoph Loos sprach gestern an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich denn auch von einer «emotionalen Zahl» und einer «magischen Hürde», die nach fast zehn Jahren genommen werden konnte.

«2017 war ein ausgezeich­netes Jahr für uns», sagte Loos weiter. In Zahlen heisst das: Der Umsatz wuchs um 10,8 Prozent auf 5,13 Milliarden, womit die eigenen Ziele übertroffen wurden. Solides Fundament des Wachstums bildete die gute Konjunkturentwicklung auf dem Bau. Mit einem Plus von rund 6 Prozent wuchs der globale Baumarkt so stark wie schon lange nicht mehr. Dazu Loos: «Alle hatten ein gutes Jahr, aber wir konnten noch etwas stärker zulegen als unsere Mitbewerber.»

Innovationen und Investitionen

Zum einen profitierte Hilti von den hohen Investitionen der Vorjahre: So wurden auch 2017 mehr als 60 neue Produkte auf den Markt gebracht. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen mit 311 Millionen Franken nicht nur 11 Prozent über dem ­alten Rekordwert des Vorjahres, sondern im Verhältnis zum Umsatz auch deutlich über jenen der Konkurrenz. Zum anderen beflügelte der kontinuierliche Aufbau des weltweiten Vertriebsteams die Verkaufszahlen: Allein im vergangenen Jahr stellte Hilti im Vertrieb 1000 neue Mitarbeitende (+10 Prozent) ein. Insgesamt nahm die Beschäftigtenzahl um 2200 auf fast 27000 zu. Auch hier wuchs Hilti innert eines Jahres so stark wie nie zuvor. In der Schweiz stieg die Zahl der Mitarbeitenden seit 2013 von 320 auf 420, Tendenz weiter steigend.

Einen kleinen Effekt von 0,8 Prozentpunkten auf den Umsatz hatte schliesslich der Kauf der norwegischen Oglaend-System-Gruppe mit 400 Mitarbeitenden im vergangenen Juni. Oglaend ist ein führender Anbieter von Kabelführlösungen und Trägersystemen beispielsweise auf Ölbohrplattformen.

Geografisch war das Umsatzwachstum breit abgestützt. In Europa, wo Hilti 48 Prozent der Umsätze erzielt, stiegen die Verkäufe in Lokalwährungen um 9,7 Prozent. Auch Nord- und ­Lateinamerika zeigten mit 8,5 ­respektive 9,7 Prozent deutliche Zuwächse. Angeführt von einem starken Aufwärtstrend in Russland, entwickelte sich die Region Osteuropa/Mittlerer Osten/Afrika besonders dynamisch (+17,4 Prozent), während sich Loos einzig mit der Geschäftsentwicklung in der Region Asien/Pazifik (+5,3 Prozent) nicht vollends zufrieden zeigt.

Die Rekordjagd geht in die nächste Runde

Wie schon in den Vorjahren erzielte Hilti auch bei den Gewinnen neue Rekordwerte. Das Betriebsergebnis stieg um 15 Prozent, der Reingewinn aufgrund eines höheren Steueraufwands um 10 Prozent (siehe Tabelle).

Weitergehen soll die Hilti- Rekordjagd übrigens auch im laufenden Jahr: Aufgrund des positiven Wirtschaftsumfelds erwartet Loos laut seinen Angaben für 2018 weitere Steigerungen bei Umsatz, Gewinn, Investitionen und Beschäftigtenzahl.

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