Hillary Clinton als Weltbank-Präsidentin?

Boston. Unterstützt von US-Präsident Barack Obama, könnte Aussenministerin Hillary Clinton nächstes Jahr als erste Frau an die Spitze der Weltbank wechseln. Zwar dementierten ein Mitarbeiter Clintons und der Pressechef des Weissen Hauses diese Meldung der Agentur Reuters vehement.

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Boston. Unterstützt von US-Präsident Barack Obama, könnte Aussenministerin Hillary Clinton nächstes Jahr als erste Frau an die Spitze der Weltbank wechseln. Zwar dementierten ein Mitarbeiter Clintons und der Pressechef des Weissen Hauses diese Meldung der Agentur Reuters vehement. Sicher ist aber, dass Clinton nächstes Jahr, falls Obama wiedergewählt wird, dessen Regierung nicht mehr angehören will. Und ebenso sicher ist, dass Weltbank-Präsident Robert Zoellick, den Obamas Vorgänger George W. Bush ins Amt gehievt hatte, Mitte 2012 die Bank verlässt.

Was Clinton nächstes Jahr tun will, sagt sie nicht. Spekulationen über eine mögliche US-Präsidentschaftskandidatur 2016 lässt die frühere First Lady und New Yorker Senatorin unkommentiert. Bisher hat sie lediglich erklärt, sie wolle nach ihrer Zeit als Aussenministerin eine Pause einschalten und danach die Lage der Frauen in Entwicklungsländern verbessern. Die Weltbank ist in erster Linie eine Institution zur Finanzierung von Entwicklungshilfe.

Fakt ist: die Reuters-Meldung kommt zum falschen Zeitpunkt. Die Schwellenländer fordern ein Ende des Erbrechts, wonach ein Amerikaner die Weltbank führt und ein Europäer den Währungsfonds (IWF). Dessen ungeachtet hat die EU mit Christine Lagarde eine Französin als Kandidatin für die IWF-Spitze präsentiert. (Dye)

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