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Hilcona geht bald an Bell

Per 1. Mai stockt der mehrheitlich zu Coop gehörende Fleischverarbeiter Bell seine Beteiligung an der Liechtensteiner Hilcona von 49 auf 51 Prozent auf.
Thomas Griesser Kym

SCHAAN. Anfang 2011 hat Bell Hilconas Gründerfamilie Hilti 49% am Liechtensteiner Lebensmittelhersteller abgekauft. Damals war vereinbart worden, dass Bell in vier Jahren weitere 2% übernimmt. Das wird nun per 1. Mai umgesetzt. Ab dann kontrolliert Bell 51% an Hilcona. Die übrigen 49% bleiben bei der Toni-Hilti-Familien-Treuhänderschaft. Auf Anfrage sagt Bell-Sprecher Davide Elia, vorerst sollten die Besitzverhältnisse so bleiben. «Es gibt keine Option auf eine weitere Aufstockung unseres Anteils.»

«Für beide viele Vorteile»

Wie die Firmen mitteilen, soll Hilcona auch mit Bell als Mehrheitseigentümer weiterhin eigenständig geführt werden. Allerdings übergibt Verwaltungsratspräsident Jürgen Hilti per Ende April sein Amt an Bell-Chef Lorenz Wyss. Hilti bleibt als Vizepräsident im Aufsichtsgremium von Hilcona. In den letzten vier Jahren hätten Hilcona und Bell viele Projekte gemeinsam lanciert und davon profitiert. «Wir haben uns kennen und schätzen gelernt und sehen in der Zusammenarbeit für beide viele Vorteile», wird Hilti zitiert. Und Wyss sagt, man suche Synergien zum Beispiel im Einkauf oder in der Bearbeitung neuer Märkte wie Polen. «Es muss aber immer für Hilcona selber sinnvoll sein, sonst machen wir das nicht.»

Schaan und Orbe ausgebaut

Vergangenes Jahr hat die Hilcona-Gruppe, die 2012 den Zürcher Früchte-, Salat- und Gemüselieferanten Gastro-Star mit 640 Beschäftigten übernommen hat, über 500 Mio. Fr. umgesetzt. 2010, vor der Übernahme der Gastro-Star und Bells Convenience-Einheit im aargauischen Schafisheim, waren es 300 Mio. Franken. Die Produktion in Schafisheim ist mittlerweile an den Hilcona-Standorten Schaan und im waadtländischen Orbe integriert worden, die beide ausgebaut und modernisiert wurden. In den letzten Jahren habe Hilcona über 250 Mio. Fr. investiert. Heute zählt die ganze Hilcona-Gruppe 1900 Angestellte.

Geheimniskrämerei Hilconas

Gerne hätte unsere Zeitung von Hilcona Auskunft erhalten über künftige Investitionen, die Ertragslage und Projekte für neue Frische-Convenience-Produkte, also Lebensmittel, die sich einfach zubereiten lassen und/oder schnell zu verzehren sind. Marketing- und Kommunikationsleiter Mark Vogelgsang liess jedoch einen Fragenkatalog weitgehend unbeantwortet und bat schriftlich «um Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine detaillierteren Informationen geben können». Einzig über die beiden Standorte Schaan und Orbe schreibt Vogelgsang: «Ein weiterer Ausbau ist kurzfristig nicht konkret geplant.»

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