Hightech
Die St.Galler VAT Group übertrifft sich selber

Der Werdenberger Vakuumventilehersteller hat 2020 noch besser abgeschnitten als einen Monat vor Jahresende prognostiziert. Dies dank robuster Nachfrage und Ventilen und einem Rekordquartal im globalen Servicegeschäft.

Thomas Griesser Kym
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Die VAT Group beschäftigt 1800 Mitarbeitende, davon 1200 in Haag.

Die VAT Group beschäftigt 1800 Mitarbeitende, davon 1200 in Haag.

Bild: PD

678 Millionen Franken Umsatz hatte die VAT Group am 2. Dezember 2020 für das ganze Jahr in Aussicht gestellt. Ein Anstieg um 19 Prozent gegenüber 2019 also. Nun ist es noch besser gekommen. Laut vorläufigen Zahlen ist der Umsatz um 21 Prozent auf 692 Millionen Franken geklettert.

Zudem dürfte die operative Marge auf Stufe Ebitda von 27 Prozent auf «über 31 Prozent» des Umsatzes gestiegen sein statt auf «über 30 Prozent» wie zuletzt prognostiziert. Das läuft auf ein Betriebsergebnis von ungefähr 215 Millionen Franken (2019: 154 Millionen Franken) hinaus.

Das Geschäft des Weltmarktführers brummt

Als Gründe nennt VAT zum einen «eine anhaltend sehr robuste Nachfrage im gesamten vierten Quartal», vor allem nach Vakuumventilen für die Halbleiterindustrie. Zudem habe das globale Servicegeschäft ein Rekordquartal verzeichnet.

Der Auftragseingang im Gesamtjahr stieg denn auch um 25 Prozent auf 733 Millionen Franken. Im vierten Quartal betrugen die Zunahmen 33 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und 18 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2020. Dies deute weiterhin auf ein weiterhin gutes Geschäftsumfeld für den Beginn des Jahres 2021 hin.

Start ins neue Jahr mit dickeren Auftragsbüchern

Der Auftragsbestand belief sich zum Ende des Jahres 2020 auf 146 Millionen Franken, ein Plus von 27 Prozent gegenüber Ende 2019. Die definitiven Zahlen legt VAT am 4. März vor. Wegen der Coronapandemie seien Prognosen weiterhin mit erhöhter Ungewissheit behaftet. Die VAT Group mit Sitz in Haag beschäftigt rund 1800 Mitarbeitende.

Ferner gibt VAT bekannt, dass Fabian Chiozza per Anfang April 2020 neuer Finanzchef wird. Er folgt auf Stephan Bergamin, der nach gut zwei Jahren im Amt «eine neue Chance ausserhalb des Unternehmens» ergreifen werden. Chiozza ist derzeit Finanzchef einer Geschäftseinheit des Winterthurer Autozulieferers Autoneum.